Cookie Consent by Free Privacy Policy Generator

10 Mal Hessen in München

30. Jun 26

Mit zehn geförderten Produktionen präsentiert sich Hessen beim 43. Filmfest München so stark wie nie zuvor. Sieben Weltpremieren und drei Deutschlandpremieren zeigen die Bandbreite eines Filmstandorts, der im Jubiläumsjahr der Hessen Film & Medien sichtbarer denn je ist. Die Produktionen entstanden mit hessischen Produktionsfirmen, an Drehorten im ganzen Land und auch in prominenten internationalen Koproduktionen. Das Filmfest München macht diese Entwicklung nun für das Publikum sichtbar.

»Das Filmfest München ist eines der wichtigsten Festivals im deutschsprachigen Raum. Hessische Filme reisen in diesem Jahr von Berlin über Cannes nach München und erreichen dabei ein großes Publikum,« resümiert Anna Schoeppe, Geschäftsführerin der Hessen Film & Medien. »Besonders freut mich, dass viele der Produktionen hessische Geschichten, Talente und Drehorte sichtbar machen.«

Mit zehn Produktionen verzeichnet die Hessen Film & Medien ihre bislang stärkste Präsenz beim Filmfest München. Die hessischen Produktionen bringen dabei zahlreiche bekannte Gesichter nach München. Mit Corinna Harfouch, Carla Juri, Bjarne Mädel, Josef Hader, Sandra Hüller, August Diehl, Lena Urzendowsky und Aenne Schwarz sind einige der profiliertesten Schauspieler*innen des deutschsprachigen Films in den geförderten Werken vertreten.

Vor allem verweist die Münchner Auswahl jedoch auf die gewachsenen Strukturen des Filmstandorts Hessen: Viele der Produktionen entstanden durch oder gemeinsam mit hessischen Produktionsfirmen wie der U5 Filmproduktion, Fourmat Film, Zwillingfilm oder Perennial Lens und nutzen hessische Schauplätze als erzählerische Kulisse: So wurde »Bärenjagen« fast gänzlich im Hessenpark gedreht, »Im Spiegel meiner Mutter« fand passende Drehorte in Limburg, Brechen und Dieburg und auch »Blackbird« wurde vollständig in Hessen gedreht, unter anderem im Freibad Groß-Gerau sowie an weiteren Motiven in Rüsselsheim, Frankfurt und Umgebung. Mit historischen Freilichtkulissen, urbanen Räumen und ländlichen Schauplätzen zeigt sich Hessen in München als vielseitiger Drehort für sehr unterschiedliche Stoffe.

 

Von Thomas Mann bis Ballroom-Kultur: Hessische Produktionen prägen das Festivalprogramm

Ein besonderes Highlight ist die Deutschlandpremiere von »Vaterland« als Eröffnungsfilm. Das neue Werk des Oscar-prämierten Regisseurs Paweł Pawlikowski erzählt von Thomas Manns Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1949 und seiner Reise mit Tochter Erika durch ein vom Krieg gezeichnetes Land. In den Hauptrollen spielen Hanns Zischler, Sandra Hüller und August Diehl.

Mit »Im Spiegel meiner Mutter« ist zudem eine der prägenden Stimmen des deutschen Autor*innenfilms vertreten: Das Filmfest München widmet Jutta Brückner eine Hommage an ihr Lebenswerk. Ihr neuer Film erzählt von einer Archäologin, die während Ausgrabungsarbeiten die schwierige Beziehung zu ihrer kürzlich verstorbenen Mutter aufarbeitet.

Gleich mehrere geförderte Produktionen feiern zudem ihre Weltpremiere in München: In der Reihe Neues Deutsches Kino werden »Schöne Seelen« von Tom Schreiber, »Bärenjagen« von Peter Meister sowie der Dokumentarfilm »Rebecca Horn – Die Seele der Dinge« von Claudia Müller über die hessische Bildhauerin, Aktionskünstlerin und Filmemacherin Horn erstmals dem Publikum vorgestellt. Auch in der Reihe Neues Deutsches Fernsehen ist Hessen prominent vertreten: Die Sci-Fi-Serie »Wake Up« von Mia Maariel Meyer und Tim Trachte in Koproduktion mit dem ZDF sowie die Matthias Brandt-Literaturverfilmung »Blackbird« des Regisseurs Max Zähle feiern in München ihre Weltpremieren.

Für junges Publikum zeigt das Festival in der Sektion CineKindl die geförderten Produktionen »Wurzeln und Flügel« des hessischen Regisseurs Anatol Schuster, der auch in der Reihe Neues Deutsches Kino zu sehen sein wird, als Weltpremiere sowie den Berlinale-Beitrag »Heute heißen alle Sorry« von Frederike Migom. Die fiktionale Langzeitdokumentation »Wurzeln und Flügel« wurde im hessischen Odenwald gedreht und begleitet die junge Maja und ihre unkonventionelle Mutter durch ihr Leben zwischen Aufbruch, Kindheit und Familienalltag.

Internationale Perspektiven eröffnet der Dokumentarfilm »The Beauty of Ballroom« von Chan Sze-Wie. Der Film begleitet junge Mitglieder der LGBTQIA+-Community in Südostasien auf ihrem Weg in der Ballroom-Kultur und feiert in München seine Deutschlandpremiere. Koproduziert wurde der Film von der Darmstädter Produzentin Yasmin C. Rams (Perennial Lens).

»In München treffen hessische Produzierende und Kreative auf internationale Koproduktionen, regionale Geschichten auf globale Perspektiven und hessische Drehorte auf eine der wichtigsten Festivalbühnen in Deutschland«, ergänzt Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels. »Hessen ist Heimat für eigenständige Film- und Serienproduktionen und gleichzeitig gefragter Partner für nationale und internationale Projekte. Diese Verbindung aus regionaler Verankerung und internationaler Offenheit macht die besondere Stärke des Filmstandorts Hessen aus.«

 

Nominierungen für den Förderpreis Neues Deutsches Kino

Peter Meister geht mit »Bärenjagen« in den Kategorien Regie, Drehbuch und produzentische Leistung ins Rennen um den Förderpreis Neues Deutsches Kino. Auch Julia Janzen und Tom Schreiber sind mit »Schöne Seelen« für das beste Drehbuch vorgeschlagen. Chancen auf die Auszeichnung für die besondere schauspielerische Leistung haben David Scheid, Hannes Linder und Christopher Schärf (»Bärenjagen«), Gaia Aljona und Lisa Charlotte Friederich (»Wurzeln und Flügel«) sowie Maya Unger (»Schöne Seelen«). Der von der DZ BANK AG, Bavaria Film und Bayerischem Rundfunk gestiftete Preis wird am 3. Juli 2026 in den Kategorien Regie, Produktion, Drehbuch und Schauspiel verliehen und ist mit insgesamt 70.000 Euro dotiert.

 

Empfang der Hessen Film & Medien

Am Festivalsonntag, den 28. Juni, lädt die Hessen Film & Medien Filmschaffende, Branchenmitglieder und Partner*innen zum traditionellen hessischen Empfang auf dem Filmfest München ein. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Anna Schoeppe sowie weiteren Vertreter*innen der Hessen Film & Medien bietet die Veranstaltung Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Entwicklungen des Film- und Medienstandorts Hessen. Mehr Informationen zu den zehn geförderten Produktionen finden Sie hier.