Vom 19. bis 25. Januar 2026 richtet sich der Blick der Branche auf Saarbrücken,
und damit auch auf den filmischen Nachwuchs aus Hessen: Mit drei geförderten Produktionen sowie zwei Branchenformaten ist die Hessen Film & Medien prominent vertreten. Alle Projekte entstanden mit Beteiligung hessischer Filmschaffender oder wurden in Hessen realisiert.
»Als Förderinstitution ist es unser Ziel, kreative Talente nicht nur finanziell zu unterstützen, sondern ihnen Türen zu öffnen. Die diesjährigen Festivalteilnahmen sind ein Beweis dafür, dass genau das gelingt. Die eingeladenen hessischen Filme erzählen mutig und eindrucksvoll von queeren Lebensrealitäten, familiären Zwängen und gesellschaftlichem Widerstand. Sie stehen exemplarisch für das, was wir fördern wollen: relevante Themen, neue Perspektiven und eine klare künstlerische Haltung. Ich wünsche unseren Teams und allen Beteiligten eine produktive und schöne Zeit in Saarbrücken, voller Anerkennung für ihre Arbeit, und guten Gesprächen mit neuen und alten Kontakten in der Branche,« sagt Anna Schoeppe, Geschäftsführerin der
Hessen Film & Medien.
Im Wettbewerb Mittellanger Film läuft »Bleifrei 95« von Emma Hütt und Tina Muffler. Der mit 13.000 Euro geförderte Kurzfilm des Künstlerinnenkollektivs schwestern verlegt die Geschichte rund um die legendäre Frankfurter Lesbenbar »La Gata« an einen fiktiven Autohof und bricht so mit männlich konnotierten Bildern. Der vollständig in Hessen entstandene Film wurde von Superzoom Film produziert und feierte Premiere beim 78. Locarno Film Festival.
»Babystar« von Joscha Bongard läuft in der Nebenreihe Watchlist. Das satirische Familiendrama setzt sich kritisch mit Family-Influencing auseinander.
Der mit 60.000 Euro geförderte Spielfilm feierte seine Premiere im Rahmen des renommierten Toronto International Film Festivals. Produziert haben LiseLotte Films.
Der Experimentalfilm »Blind, ins Auge« von Atefeh Kheirabadi und Mehrad Sepahnia wird in der Sektion Diskurze gezeigt. Der Film reflektiert die Gewalt gegen Demonstrierende während der Jina-Proteste im Iran 2022/23 sowie die politische Macht von Bildern. Die Produktion der Wiesbadener Plotless Film erhielt 17.000 Euro Förderung und feierte ebenfalls Premiere in Locarno.
Auch im Branchenprogramm MOP-Industry ist die Hessen Film & Medien vertreten:
Am 22. Januar präsentieren Autor*innen beim »Marktplatz Drehbuch« ihre geförderten Stoffe vor Filmproduzent*innen und Filmverwerter*innen. Die Veranstaltung wird traditionell in einem Workshop mit Pitchtrainerin Sibylle Kurz vorbereitet und ist eine Kooperation von Hessen Film & Medien, MFG Baden-Württemberg, Saarland Medien und dem Kuratorium junger deutscher Film.
Am 21. Januar findet das Format »Pages to Frames« statt. Ziel ist die Vernetzung von Verlagen, Agenturen und Filmproduktionen, um Arbeitsbeziehungen zu stärken und neue Impulse für die Verfilmung vielfältiger Literaturstoffe zu setzen.
Über Hessen Film & Medien
Als erste Ansprechpartnerin in Sachen Filmförderung stärkt die Hessen Film & Medien die hessische Film- und Medienbranche und hilft dem Land, seine Position als Kultur- und Wirtschaftsstandort für die Zukunft weiter auszubauen. Im Jahr 2026 feiert sie ihr 10-jähriges Jubiläum. Sie unterstützt sowohl die künstlerische wie auch die kommerzielle Qualität von Filmproduktionen, um optimale Bedingungen für die hessische Kreativwirtschaft zu schaffen. Gesellschafter der Hessen Film & Medien GmbH sind das Land Hessen (90 Prozent) und der Hessische Rundfunk (zehn Prozent).