Der Bernd Burgemeister Fernsehpreis zeichnet mit »Wake Up« die Frankfurter Produktion der U5 Filmproduktion aus. Regie führten Mia Maariel Meyer und Tim Trachte.
Erzählt wird die Geschichte von Clara (Alicia von Rittberg), die nach einem Skiunfall ins Wachkoma fällt, und ihrer Schwester Emilia, eindrucksvoll gespielt von der kürzlich verstorbenen Luna Jordan. Entlang der engen Geschwisterbeziehung thematisiert die Serie die Frage nach dem Verhältnis Schuld
und Schicksal sowie von technologischer Machbarkeit in der Medizin und ethischer Verantwortung.
Mit dem FIPRESCI-Preis würdigte die internationale Filmkritik »Schöne Seelen« von Regisseur Tom Schreiber, produziert von Sutor Kolonko, als besten Film der Reihe »Neues Deutsches Kino«. Die Serviceproduktion in Hessen übernahm Plotlessfilm.
Die Tragikomödie taucht ein in die Ballermann-Kultur der 1990er Jahre. August Diehl als Aussteiger Freddy und Josef Hader als Clubbesitzer Herbert mäandern durch Alltag und Exzess an der Costa Brava, bis ein tragischer Zwischenfall die fein austarierte Aussteigergemeinschaft aus der Balance
bringt.
»Die Auszeichnungen würdigen zwei herausragende Produktionen und stehen stellvertretend für die kreative Stärke unseres Filmstandorts. Sie konnten die Fachjurys auf einem der wichtigsten deutschen Festivals überzeugen und zeigen damit die Qualität des hessischen Filmschaffens. Ich gratuliere allen Teams herzlich zu dieser verdienten Anerkennung«, sagt Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur.
Bereits zur Eröffnung des Festivals war Hessen prominent vertreten: Pawel Pawlikowskis »Vaterland« eröffnete das Filmfest München und setzte den Auftakt für eine außergewöhnlich starke hessische Festivalpräsenz. Im weiteren Verlauf feierten zahlreiche von der Hessen Film & Medien geförderte Produktionen ihre Welt- oder Deutschlandpremieren und spiegelten die große Bandbreite des hessischen Filmschaffens wider – von Arthouse-Kino über dokumentarische Erzählformen bis hin zu Serien und Genrefilmen.
Auch abseits der Leinwand war Hessen sichtbar. Beim traditionellen hessischen Empfang kamen Filmschaffende, Produzentinnen und Produzenten und Vertreterinnen und Vertreter aus der Branche zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und Netzwerke zu vertiefen.
»Filmfestivals leben von Begegnungen. Hier entstehen neue Ideen, Partnerschaften und zukünftige Projekte. Der intensive Austausch mit Filmschaffenden und Branchenpartnern ist deshalb ebenso wertvoll wie die Präsenz unserer Filme im Programm. Das Filmfest München hat einmal mehr gezeigt,
wie präsent und vernetzt der Filmstandort Hessen inzwischen ist«, so Anna Schoeppe, Geschäftsführerin der Hessen Film & Medien.
Mit zwei Preisen, zehn geförderten Produktionen, einer Vielzahl an Welt- und Deutschlandpremieren und dem hessischen Empfang zieht die Hessen Film & Medien eine positive Bilanz des diesjährigen Filmfests München. Das Festival unterstreicht die Bedeutung Hessens als kreativen Produktionsstandort und wichtigen Impulsgeber für die nationale und internationale Film- und Serienlandschaft.