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Starke Stimmen aus Hessen beim Filmfestival Max Ophüls Preis

News 17. Dez 25

»Babystar« von Joscha Bongard, »Blind, ins Auge« von Atefeh Kheirabadi & Mehrad Sepahnia und »Bleifrei 95« von Emma Hütt und Tina Muffler sind Teil des Programms beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2026.

Vom 19. bis 25. Januar 2026 findet die 47. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis statt, die wie immer ganz im Zeichen des talentierten Filmnachwuchses steht und Saarbrücken erneut zum kulturellen Zentrum des deutschsprachigen Nachwuchsfilms macht.

Im Wettbewerb Mittellanger Film - Programm Zwischen uns - ist »Bleifrei 95« des intermedial arbeitende Künstlerinnenkollektiv schwestern zu sehen. Die weltberühmte Frankfurter Lesbenbar »La Gata« in einer neuen filmischen Form: Durch Montage wird der ikonische Ort in die Betonwelt eines Autohofs verlegt, ein klassisch von Männern dominierter Mikrokosmos aus Parkplätzen, Tankstellen, Motels, Waschanlagen, Drive-Ins und Toiletten. In »Bleifrei 95« wird dieser durch die lesbisch-queere Community unterlaufen. Der mit 13.000 Euro geförderte Kurzfilm von Emma Hütt und Tina Muffler (Produktion: Superzoom Film) erzählt über Freund*innenschaft, queere Identität und widerständiges Leben und entstand vollständig in Hessen. 

In der Nebenreihe »Watchlist« blickt das Festival zurück auf herausragende Produktionen des vergangenen Jahres und zeigt unter anderem »Babystar« von Joscha Bongard: das satirische Drama blickt auf die Abgründe des sogenannten Family-Influencing. Die 16-jährige Luca ist seit Geburt Teil der öffentlichen Selbstinszenierung ihrer Eltern. Doch als ein neues Baby geplant wird, stellt sich ihr Leben auf den Kopf. Der Film wurde von LiseLotte Films produziert und erhielt Förderung in Höhe von 60.000 Euro. Gedreht wurde unter anderem in Kassel. »Babystar« feierte seine Premiere in der renommierten »Discovery«-Sektion des Toronto International Film Festivals.

In der Nebenreihe »Diskurze« läuft der essayistische Kurzfilm »Blind, ins Auge« im Programm »Blickwinkel«. Das Regieduo Atefeh Kheirabadi und Mehrad Sepahnia beleuchtet die Proteste im Iran seit 2022 mit filmisch-philosophischer Präzision. Im Zentrum steht das Spannungsfeld zwischen direkter Erfahrung und medial vermittelten Bildern und die politische Kraft des Sehens selbst. Die hessische Firma Plotless Film war für die Serviceproduktion vor Ort verantwortlich und begleitete das Projekt als Creative Producer. Die Zusammenarbeit mit der Wiesbadener Produktionsfirma Plotless Film begann im Oktober 2023 im Rahmen des HessenLABs – unserem Kooperationsprogramm mit der B3 Biennale des bewegten Bildes. Dort wurde »Blind, ins Auge« erstmals öffentlich gepitcht. Wir haben die Produktion mit 17.000 Euro gefördert.