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LICHTER Filmfest 2026: Auszeichnungen für geförderte Filme & Impulse für die Branche

04. Mai 26

Sechs Tage lang wurde Frankfurt erneut zum Treffpunkt für internationales Kino: Das 19. LICHTER Filmfest Frankfurt International brachte über 100 Filme auf zehn Leinwänden zusammen und setzte mit dem Jahresthema »Kunst« einen programmatischen Rahmen für aktuelle filmische Positionen, Virtual-Reality-Arbeiten und Videokunst. Für uns, die Hessen Film & Medien, war die diesjährige Ausgabe in mehrfacher Hinsicht ein starkes Signal für den Filmstandort Hessen: geförderte Filme im Wettbewerb, zwei große Auszeichnungen und gezielte Impulse für mehr Vielfalt und Vernetzung in der Branche.

Zwei Preise für geförderte Dokumentarfilme

Gleich zwei von uns geförderte Produktionen wurden ausgezeichnet:
Der Regionale Langfilmpreis ging an »In Case We Never Meet Again« von Noaz Deshe. Der Dokumentarfilm erzählt vom Alltag im Krieg und richtet den Blick auf familiäre Beziehungen unter extremen Bedingungen. Wir haben die Produktion mit 90.000 Euro unterstützt.

Mit dem LICHTER-Publikumspreis wurde »Ensemble Modern – Why We Play« von Thorsten Schütte ausgezeichnet. Über sechs Jahre begleitet der Film das international prägende Frankfurter Ensemble Modern und eröffnet einen seltenen Einblick in kollektives künstlerisches Arbeiten. Unsere Förderung betrug 70.000 Euro.

Der Preis für den besten regionalen Kurzfilm ging an »Die Unvorzeigbarkeit dessen, was nie hätte geschehen sollen« von Silke Schönfeld. Der Nachwuchspreis des Filmhaus Frankfurt wurde an »Harika« von Seyit Beran Ergün verliehen. Der Virtual Storytelling Award zeichnete »Romancecar« von Jonathan Haggard aus, während »Father Says« von Artūras Ustinovas den LICHTER Art Award erhielt.

Insgesamt liefen sechs von uns geförderte Filme im regionalen Langfilmwettbewerb. Auch im Kurzfilm sowie in weiteren Sektionen war Filmschaffen aus Hessen stark vertreten:

Regionaler Langfilmwettbewerb

  • »Der Heimatlose« – Regie: Kai Stänicke (Hessenpremiere)
  • »Drei Leben lang« – Regie: Felicitas Korn (Hessenpremiere)
  • »Ein Abend im Dezember« – Regie: Matthias Kreter (Hessenpremiere)
  • »Ensemble Modern – Why We Play« – Regie: Thorsten Schütte (Weltpremiere)
  • »Fat Years of Fatmull« – Regie: Maxi Buck (Weltpremiere)
  • »In Case We Never Meet Again« – Regie: Noaz Deshe (Deutschlandpremiere)

Regionaler Kurzfilmwettbewerb

  • »Auferstanden aus Ruinen« – Regie: Harry Besel
  • »Blind, ins Auge« – Regie: Atefeh Kheirabadi & Mehrad Sepahnia
  • »Kutte« – Regie: Sylvie Hohlbaum

Weitere Sektionen

LICHTER Spezial

  • »A Sad and Beautiful World« – Regie: Cyril Aris

Zukunft Deutscher Film

  • »Babystar« – Regie: Joscha Bongard
  • »Der verlorene Mann« – Regie: Welf Reinhart

 

Austausch, Zugang & neue Perspektiven

Neben dem Filmprogramm haben wir beim Festival gezielt Räume für Austausch geschaffen. Im Rahmen unserer Reihe »film.macht.vielfalt.« gestalteten wir am 30. April gemeinsam mit der Initiative LUMI einen Programmtag mit Fokus auf Zugang und strukturelle Veränderung.

Bei »Chai & Connect« stand der direkte Dialog zwischen Nachwuchsfilmschaffenden und Branchenvertreter*innen im Mittelpunkt, mit konkreten Einblicken in Förderstrukturen und Wege in die Branche, insbesondere für BIPoC-Kreative. Mit dabei waren Fitore Muzaqi (Regisseurin, Autorin und Jurymitglied der Talentfilmförderung Hessen Film & Medien) sowie Emina Smajić (Creative Producerin, Autorin und Jurymitglied Produktionsförderung Kurzfilm beim Kuratorium junger deutscher Film).

Beim Talk »Claiming the Narrative« sprachen die Schauspielerinnen und Gründerinnen Annabelle Mandeng, Benita Sarah Bailey und Jane Chirwa zusammen mit Anna Schoeppe (Geschäftsführerin der Hessen Film & Medien) über Fragen von Verantwortung im Erzählen und strukturellem Wandel in der Filmbranche. 

Abends fand unser Jour fixe der hessischen Filmbranche als zentraler Treffpunkt für Vernetzung und Dialog statt.

Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe!