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Jüdische Filmtage

Zeit

18. Okt 26 – 01. Nov 26

Ort

Frankfurt

Rund 30 internationale Filmproduktionen sind in der Jüdischen Gemeinde sowie in Kinos und Kulturinstitutionen im gesamten Stadtgebiet zu erleben. Zudem gibt es zahlreiche Filmgespräche und erstmals einen Festival Hub im Bahnhofsviertel.

AUS DEM PROGRAMM

In Kooperation mit uns findet am 24. Oktober um 19:45 Uhr im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum ein Screening von »Lang ist der Weg« aus dem Jahr 1948 statt. Der Film von Herbert B. Fredersdorf und Marek Goldstein zählt zu den frühesten Filmprojekten jüdischer Displaced Persons. Er erzählt die Geschichte des jungen Schoah-Überlebenden David Jelin, der nach Kriegsende in einem DP-Lager nach seiner Familie sucht. Die Hoffnung auf einen Neuanfang führt ihn gemeinsam mit anderen Überlebenden in das britische Mandatsgebiet Palästina. Der Film verbindet persönliche Schicksale mit dokumentarischer Authentizität und nimmt damit einen besonderen Platz in der Geschichte des Nachkriegsfilms ein.

Im Anschluss lesen Rachel Salamander und Beno Salamander aus jiddischen Originaltexten der »Schejres Haplejte«, des »Rests der Geretteten«. Nach der Befreiung hielten Überlebende der Schoa ihre Erfahrungen in Erzählungen, Romanen und Gedichten fest. Unter dem Motto »Mir zenen do!« (»Wir sind noch da!«) gab der 1946 gegründete »Schriftstellerverband der befreiten Juden« diesen Stimmen öffentliche Aufmerksamkeit. Die ausgewählten Texte handeln von Überleben, Verlust und Neubeginn sowie vom Alltag im Nachkriegsdeutschland. Aus der deutschen Übersetzung liest die Schauspielerin Iris Berben.

 

ÜBER DAS FESTIVAL

Alle zwei Jahre finden die Jüdischen Filmtage Frankfurt im Wechsel mit den Jüdischen Kulturwochen statt. Veranstalter sind die Jüdische Gemeinde zusammen mit dem Kulturdezernat der Stadt Frankfurt.