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Set-Besuch: Christiane Paul und Eugene Boateng stehen in Kassel vor der Kamera

Die Dreharbeiten zum Kinofilm Borga sind in Nordhessen gestartet. Der Kasselaner York-Fabian Raabe schließt hier nach erfolgreichen Drehphasen in Ghana und Mannheim die Aufnahmen zu seinem Kinodebüt ab.

Mit Eugene Boateng, Christiane Paul und Sabine Wackernagel in zentralen Rollen entsteht derzeit das Kino-Debüt des gebürtigen Kasselaners York-Fabian Raabe. Nach erfolgreicher Drehphase in Ghana und Mannheim dreht er seit dem 28. November Teile des Dramas Borga in Kassel. Es ist der erste Kinofilm des Regisseurs York-Fabian Raabe, der zusammen mit Toks Körner auch das Drehbuch geschrieben hat. Borga erzählt die Geschichte von Kojo Danso, der vom kleinen Elektroschrottsammler in Ghana zum schillernden Geschäftsmann in Deutschland aufsteigt.

Gedreht wird am Kasseler Wahrzeichen, dem Herkules. In einem Studio werden weitere Szenen aufgenommen. Hier wird unter anderem eine Taxifahrt in Ghana mit Greenscreen und VFX-Technologie nachgestellt.

Beim heutigen Setbesuch in Kassel sagte Raabe: "Ich kenne Kassel sehr gut, da ich hier geboren und aufgewachsen bin. Wunderschöne Parks und Schlösser stehen hier im krassen Widerspruch zu tristen Nachkriegsbauten. Dieser Prunk mit gleichzeitiger Morbidität, diese Vorder- und Hintergründigkeit, dieser Wunsch etwas Besonderes sein zu wollen, spiegelt für mich eine Facette des Borgaseins wieder, wenn auch auf einer ganz anderen Ebene."

In Ghana gibt es den Begriff des "Borga". Dieser beschreibt Ghanaer, die die in den Westen gezogen sind und dort Macht und Reichtum erlangt haben. Der Protagonist steigt zu solch einem Borga auf und beginnt schließlich das gleiche System zu bedienen, das ihn einst zur Reise nach Deutschland gedrängt hat.

"So passt auch der Kasseler Herkules als Drehort und Sinnbild: die Statue des großen, starken Herkules wurde auf porösem Tuffgestein erbaut und ist daher besonders witterungsanfällig. Damit symbolisiert er einen starken Kontrast und Widerspruch," ergänzt der Regisseur.

Raabes Debüt behandelt die Themen alltäglichen Rassismus und pauschale Vorurteile, Autonomie von der Familie und die Sehnsucht nach Macht und Reichtum.

Kojo Danso wird von Eugene Boateng, Schauspieler, Tänzer und Choreograf, verkörpert: "In meiner Brust schlagen zwei Herzen: eins für Ghana und eins für Deutschland. Der Film ist daher ein besonderes Projekt für mich."

Emmy-Preisträgerin Christiane Paul spielt die deutsche Ärztin Lina, in der Kojo eine emotionale Stütze findet und die ihm die Augen für die Realität öffnet. "Ich kannte York-Fabian Raabe zuvor nicht. Er schickte mir das Drehbuch und ich war sofort von der Geschichte berührt," erklärte sie beim heutigen Pressetermin.

Borga ist eine deutsch-ghanaische Kinokoproduktion von Chromosom Film, East End Film sowie Deal Real Productions mit dem SWR/Debüt im Dritten und ARTE. Mit 90.000 Euro erhielt Borga die höchste Fördersumme der HessenFilm in der Jurysitzung des Gremium 2 im Bereich Produktion (Dezember 2017).

"Wir spüren, dass Kassel immer beliebter für Filmschaffende wird. Nach der erfolgreichen Ostwind-Reihe spielt Kassel nun eine zentrale Rolle in York-Fabian Raabes Debüt. Der Nachwuchs ist hier sehr aktiv, so hat der Kasselaner Florian Maubauch soeben den Deutschen Kurzfilmpreis gewonnen und auch die Filmemacherin Frauke Lodders konnte beim Kasseler Dokfest jüngst den 'Goldenen Herkules' mit nach Hause nehmen," sagt Elena Lindenzweig, Referentin Kommunikation und Marketing, HessenFilm.

Weitere Unterstützung erhält das Projekt von der MFG Baden-Württemberg, dem Deutschen Filmförderfonds und dem BKM (Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien).

 

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