HessenFilm und Medien GmbH

HessenFilm vergibt 2,8 Millionen Euro in erster Fördersitzung

Unter den Förderprojekten sind "Conni & Co 2" mit Emma Schweiger in der Hauptrolle unter der Regie ihres Vaters Til Schweiger, "Ostwind 3" von Katja von Garnier und das Produzentendebüt von Moritz Bleibtreu.

Die Jury für die Darlehensförderung im Mai 2016 v.l.n.r.: Dr. Lili Kobbe (Hessischer Rundfunk / FS Spiel und Spielfilm), Christoph Oliver Strunck (Esperanto Entertainment), Klaus Stern (Sternfilm), Annette Ernst (Regisseurin), Heinrich Finger (Hessisches Ministerium der Finanzen), Hans Joachim Mendig (HessenFilm und Medien), Christian Bührmann (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst), Roman Paul (Razor Film Produktion), Torsten Frehse (neue visionen Filmverleih) © HessenFilm und Medien

HessenFilm und Medien vergibt 2,8 Millionen Euro Darlehensförderung im Bereich "Produktion Kino & TV" an insgesamt acht Projekte.

Die höchste Fördersumme geht mit 550.000 Euro an "Ostwind 3", die Fortsetzung des erfolgreichen hessischen Kino-Pferdeabenteuers unter der Regie von Katja von Garnier. Unter den Förderprojekten ist auch "Connie & Co 2": Die Kinoverfilmung der erfolgreichen Kinderbuch-Reihe, mit Emma Schweiger in der Hauptrolle und Til Schweiger auf dem Regiestuhl, erhält 450.000 Euro*. Der Dokumentarfilm "Born in Evin" ist das Debüt der Schauspielerin Maryam Zaree als Filmemacherin und wird von HessenFilm mit 120.000 Euro gefördert. Der Gangsterfilm "Nur Gott kann mich richten" mit Moritz Bleibtreu als Hauptdarsteller und zum ersten Mal auch als Koproduzent erhält eine Fördersumme von 350.000 Euro. Darüber hinaus wurden vier weitere Projekte gefördert: "A Sort of Family", "Credo", "Der kleine Rabe Socke - Die Suche nach dem verlorenen Schatz" und "Petting statt Pershing".

In der Jury unter Vorsitz von Hans Joachim Mendig (HessenFilm und Medien) entschieden: Christian Bührmann (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst), Annette Ernst (Regisseurin), Heinrich Finger (Hessisches Ministerium der Finanzen), Torsten Frehse (neue visionen Filmverleih), Dr. Lili Kobbe (Hessischer Rundfunk / FS Spiel und Spielfilm), Roman Paul (Razor Film Produktion), Klaus Stern (Sternfilm) und Christoph Oliver Strunck (Esperanto Entertainment).

Hier alle Förderergebnisse im Einzelnen:

A Sort of Family (Una Especie De Familia)
Spielfilm Kino
Länge: 90 Min.
Antragsteller/in: 27 Films Production FFM GmbH
Fördersumme: 90.000 Euro
Regie: Diego Lerman
Drehbuch: Diego Lerman + Maria Meira
Produzent: Oliver Damian

Was ist eine Familie? Jeder von uns kann dazu eine Geschichte erzählen, die alle möglichen Fragen aufwirft. "A Sort of Family" erzählt die Geschichte von der Ärztin Malena, die kürzlich ihr Baby verloren hat und nun in den Norden Argentiniens reist, um dort ein Neugeborenes von einer armen Familie zu adoptieren. Malena wird auf ihrer Reise vor die Frage gestellt, wie weit sie gehen würde, damit der Traum von ihrer eigenen Familie wahr wird.  

"A Sort of Family" ist anspruchsvolles Weltkino, das von der hessischen Produktionsfirma 27 Films Production FFM ("Iron Sky") verwirklicht wird. Auch die Postproduktion soll mit hessischen Dienstleistern realisiert werden. Die Regie übernimmt Diego Lerman, dessen bisherige Filme "Tan de Repente" (Silberner Löwe Locarno) und "Refugiado" (Cannes 2014) auf weltweit angesehenen Filmfestivals Premiere feierten.


Born in Evin
Dokumentarfilm Kino
Länge: 100 Min.
Antragsteller/in: Tondowski Films
Fördersumme: 120.000 Euro
Regie: Maryam Zaree
Drehbuch: Maryam Zaree
Produzenten: Ira Tondowski und Alex Tondowski

Maryam Zaree ist eine erfolgreiche Schauspielerin ("Tatort", "Shahada"). Sie wuchs in Frankfurt als Tochter von Nargess Eskandari Grünberg auf, die Integrationsdezernentin der Mainmetropole. Doch das Licht der Welt erblickte Maryam an einem dunklen Ort: Sie wurde im berüchtigten Evin Gefängnis in Teheran geboren. Dort verbrachte sie ihre ersten zwei Lebensjahre gemeinsam mit ihrer Mutter als Gefangene.

In ihrem Debütfilm als Filmemacherin macht sich Maryam Zaree zusammen mit ihrer Kamerafrau Siri Klug ("Song from the Forest") auf die Suche nach den Kindern, die wie sie im Evin Gefängnis im Iran geboren und in jungen Jahren Zeugen von Folter, Mord und Menschenrechtsverletzungen wurden. Dabei erzählt "Born in Evin" vom Überleben, von der Kunst ja zum Leben zu sagen und dabei den Humor nicht zu verlieren, obwohl manche Wunden nicht heilen können. Produziert wird der Dokumentarfilm von Tondowski Films in Koproduktion mit Golden Girls Filmproduktion und ZDF - Das kleine Fernsehspiel.
    
                
Conni & Co. 2
Spielfilm Kino
Länge: 100 Min.
Antragsteller/in: Producers at Work Film GmbH
Fördersumme: 450.000 Euro*
Regie: Til Schweiger
Drehbuch: Vanessa Walder
Produzent: Christian Popp

Im Sommer 2016 kommt die mit Spannung erwartete erste Kinoverfilmung der erfolgreichen "Conni"-Kinderbuchreihe mit Hauptdarstellerin Emma Schweiger in die Kinos. "Conni" ist mit über 20 Millionen verkauften Exemplaren die erfolgreichste Kinderbuch Marke Deutschlands. Fast jedes Kind kennt das Mädchen mit dem ausgeprägten Selbstbewusstsein.  

In der Fortsetzung "Conni & Co 2" wird Emma Schweiger als Conni wieder in turbulente Abenteuer verwickelt - diesmal unter der Regie von ihrem Vater Til Schweiger. Zudem wird es ein Wiedersehen mit den wichtigsten Charakteren aus dem ersten Film geben: Ken Duken als Connis Vater, Iris Berben als Oma Marianne und Heino Ferch als Bürgermeister.   

Der Kinderfilm wird zum Teil in Hessen gedreht werden, die Tonmischung soll in den Frankfurter Herold Studios erfolgen. Produziert wird "Conni & Co 2"  von Producers at Work Film und Barefoot Films.

 

*Anmerkung der Pressestelle vom 30. Juli 2016: Aufgrund von produktionstechnischen Änderungen wurde die Fördersumme auf 360.000 Euro angeglichen.


Credo
Serie TV
Länge: 270 Min.
Antragsteller/in: LETTERBOX FILMPRODUKTION GMBH
Fördersumme: 400.000 Euro
Regie: Christian Schwochow
Drehbuch: Oliver Kienle
Produzentin: Lisa Blumenberg

Die europäische Thrillerserie "Credo" erzählt von Aufstieg und Absturz in der Welt der Hochfinanzen, von Rausch und Sucht, Narzissmus und menschlichen Abgründen. Die junge Bankerin Jana (Paula Beer, Deutscher Filmpreis für "Das finstere Tal") wird von ihrer Chefin (Desirée Nosbusch) in eine Intrige verstrickt, die eine Bankenkrise auszulösen droht. Doch Jana bewegt sich in der Welt des Investmentbankings wie ein Fisch im Wasser - und wird dabei selbst immer mehr zum Hai mit Killerinstinkt.   

Die hochkarätige Serie wird in Frankfurt unter der Regie von Christian Schwochow (Grimmepreis für "Der Turm") gedreht und von Letterbox Filmproduktion in Koproduktion mit Iris Productions SA Luxemburg, ZDF und arte produziert.     


Der kleine Rabe Socke - Die Suche nach dem verlorenen Schatz
Animationsfilm Kino
Länge: 74 Min.
Antragsteller/in: Akkord Film Produktion GmbH
Fördersumme: 450.000 Euro
Regie: Verena Fels, Sandor Jesse
Drehbuch: Katja Grübel
Produzent: Dirk Beinhold

Die erfolgreiche Kinderanimations-Kinoreihe aus Hessen geht weiter: Diesmal geht der kleine Rabe Socke auf Schatzsuche! Zusammen mit seinen Freunden Eddi-Bär, Bibermädchen Fritzi und dem kleinen Dachs muss Socke Rätsel lösen, Gefahren bestehen und schließlich über sich hinauswachsen. Am Ziel wartet ein Schatz, mit dem niemand gerechnet hat.  

Für den dritten Kinofilm über die beliebte und freche Kinderbuchfigur konnten wieder Jan Delay sowie Anna und Nellie Thalbach als Sprecher gewonnen werden. Sandor Jesse, bekannt von den ersten zwei Rabe Socke-Verfilmungen, wird diesmal zusammen mit der hochtalentierten Nachwuchsregisseurin Verena Fels die Regie übernehmen.   

Animation, Compositing und Postproduktion werden bei den hessischen Firmen Chimney, Scopas Medien, Ralf Platte AV-Kommunikation und Das Werk umgesetzt. "Der kleine Rabe Socke - Die Suche nach dem verlorenen Schatz" wird von Akkord Film Produktion in Koproduktion mit Universum Film und dem hr, SWR und NDR produziert.


Nur Gott kann mich richten
Spielfilm Kino
Länge: 90 Min.
Antragsteller/in: Rat Pack Filmproduktion GmbH
Fördersumme: 350.000 Euro
Regie: Özgür Yildrim
Drehbuch: Özgür Yildrim
Produzent: Christian Becker

"Nur Gott kann mich richten" ist das Debüt von Moritz Bleibtreu als Produzent und erzählt die Geschichte von drei Helden, die Gutes tun wollen, aber zuerst Böses tun müssen. In dem Gangsterfilm geht es um schnelles Geld und den Traum von ganz unten nach ganz oben zu kommen. Ein letzter Coup bringt drei unterschiedliche Menschen zusammen: Den Ex-Knacki Ricky, seinen jüngeren Bruder Rafael und die taffe Polizistin Diane.  

Neben Moritz Bleibtreu werden Edin Hasanovic, Kida Khodr Ramadan, Nicolette Krebitz und Birgit Minichmayr vor der Kamera stehen. Eine weitere Hauptrolle spielt die Stadt Frankfurt, wo der Film gedreht wird. Hier liegen das Bankenviertel mit seiner Skyline und das Bahnhofsviertel mit seinen Nachtclubs direkt nebeneinander und bilden die perfekte Kulisse für den Spielfilm.   

Für Drehbuch und Regie ist Özgür Yildrim verantwortlich, der schon bei seinem Debütfilm "Chiko" (Deutscher Filmpreis 2009 für das beste Drehbuch) mit Moritz Bleibtreu zusammenarbeitete. Produziert wird der Film von der Rat Pack Filmproduktion in Koproduktion mit Moritz Bleibtreu und Özgür Yildrim.  


Ostwind 3
Spielfilm Kino
Länge: 100 Min.
Antragsteller/in: SamFilm GmbH
Fördersumme: 550.000 Euro
Regie: Katja von Garnier
Drehbuch: Lea Schmidbauer
Produzenten: Ewa Karlstörm, Andreas Ulmke-Smeaton

Mika und Ostwind aus der hessischen Erfolgs-Kinoreihe sind zurück! Im dritten Teil des Pferdeabenteuers ist Mika (Hanna Binke) mittlerweile Pferdetherapeutin auf Gut Kaltenbach, aber zunehmend damit überfordert. In einer Nacht- und Nebelaktion bricht sie mit ihrem Pferd Ostwind auf nach Andalusien - Ostwinds Heimat.  Dort entdecken sie Ostwinds "Familie": Eine wilde Pferdeherde, die rund um die Wasserquelle Ora lebt. Doch als Ora und die Pferdeherde bedroht werden, müssen Mika und Ostwind einschreiten…

Die beiden ersten Ostwind-Kinofilme haben zusammen über 2 Millionen Kinobesucher in Deutschland begeistert. Katja von Garnier übernimmt bei "Ostwind 3" wieder die Regie. Der deutsche Teil der Dreharbeiten wird wie in den ersten beiden Filmen in Nordhessen stattfinden. Produziert wird der Kinofilm von SamFilm in Koproduktion mit Constantin Film Produktion.

                            
Petting statt Pershing
Spielfilm Kino
Länge: 95 Min.
Antragsteller/in: Kordes & Kordes Film
Fördersumme: 390.000 Euro
Regie: Petra Lüschow
Drehbuch: Petra Lüschow
Produzentinnen: Alexandra Kordes und Meike Kordes

BRD 1983: Die Grünen ziehen zum ersten Mal in den Bundestag ein und die linksalternative Bewegung erreicht die Provinz - auch die hessische. Hier lebt die 17-jährige Ursula (Anna Florkowski). Sie ist schlau, neugierig und allen zu viel, denn sie stellt skeptische Fragen zur eingeschlafenen Ehe der Eltern und Opas Vergangenheit im Zweiten Weltkrieg. Da taucht der neue charismatische Lehrer Siegfried Grimm (Florian Stetter) auf und Ursula verliebt sich Hals über Kopf. Zu dumm, dass Grimm zwar das ganze Dorf sexuell befreit, nur Ursula nicht…

Die Komödie "Petting statt Pershing" ist das Langfilmdebüt von Autorin und Regisseurin Petra Lüschow, die sich in den letzten 15 Jahren als Drehbuchautorin einen Namen gemacht hat ("Tannöd") und mit dem Kurzfilm "Der kleine Nazi" erfolgreich ihre erste Regiearbeit vorlegte. Der Spielfilm wird komplett in Hessen gedreht werden und von Kordes & Kordes ("Die Festung", "Jonathan") produziert.

 

Alle Förderergebnisse gibt es auch als pdf-Download.