HessenFilm und Medien GmbH

HessenFilm flexibilisiert Hessen-Effekt

Mehr Filmdrehs in Hessen

Die HessenFilm und Medien flexibilisiert für das Jahr 2021 den Hessen-Effekt für Anträge im Gremium 1, das Projekte mit Produktionskosten von mehr als 1,5 Millionen Euro fördert. So sollen mehr Filmteams ihre Drehs in diesem Jahr umsetzen können.

Durch die Corona-Pandemie haben zahlreiche Filmteams ihre Dreharbeiten vom vergangenen in dieses Jahr verschoben. Die HessenFilm rechnet daher im Jahr 2021 mit einem hohen Aufkommen von Dreharbeiten. Im Zuge dessen hat die HessenFilm die Geltendmachung des Hessen-Effekts für anstehende Projekte des Gremiums 1 flexibilisiert.

Das Ziel des Regionaleffekts ist die Stärkung der filmwirtschaftlichen Strukturen in Hessen. Die in Hessen anfallenden, Herstellungskosten werden allgemein als Hessen-Effekt bezeichnet. In diesem Zusammenhang erkannte die HessenFilm bisher Personalleistungen, die in Hessen versteuert werden, als Hessen-Effekt an. Im Jahr 2021 gelten auch Gagen und Honorare für Absolventen und Absolventinnen hessischer Hochschulen, deren Abschluss nach 2016 erfolgte (1), als Hessen-Effekt. Zudem können unabhängig vom Ort der Versteuerung Personen geltend gemacht werden, die in Hessen geboren sind und seit 2017 mindestens ein Projekt in Hessen als Crewmitglied in einer relevanten Stab-Position umgesetzt haben (2) oder Personen, die mindestens fünf Jahre hintereinander dauerhaft in Hessen gelebt und mindestens ein Projekt in Hessen als Crewmitglied in einer relevanten Stab-Position umgesetzt haben (3).

"Wir freuen uns sehr über die erwartbar starke Auslastung des Standorts und möchten mit der Flexibilisierung des Hessen-Effekts dazu beitragen, dass möglichst viele Filmteams ihre Drehvorhaben in Hessen erfolgreich umsetzen können," erklärt HessenFilm-Geschäftsführerin Anna Schoeppe. "Insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in Hessen, rechnen wir mit Crew-Engpässen und möchten diesen mit der Flexibilisierung entgegenwirken."

Diese gilt für alle Projekte des Gremiums 1, die im Laufe des Jahres 2021 gefördert werden, unabhängig vom Zeitpunkt der Realisierung des Drehs. Diese Regelung gilt nur für Personalkosten, Kosten für filmtechnische Dienstleister sind von dieser Flexibilisierung ausgeschlossen. Die grundsätzliche Vorgabe, nach der 150 Prozent Hessen-Effekt erreicht werden müssen, bleibt von den Neuerungen unberührt.

Nach einem Jahr 2020 voller Ungewissheiten möchte die HessenFilm in den kommenden Monaten dazu beizutragen, dass so viele Filmteams, wie unter den gegebenen Bedingungen möglich, ihre Dreharbeiten umsetzen können. Gleichzeitig kann mit der Flexibilisierung auch eine stärkere Einbindung Quereinsteigender und Nachwuchs-Filmschaffender der vielseitigen Filmgewerke forciert werden. Seit Herbst vergangenen Jahres setzt die HessenFilm dem Fachkräftemangel mit dem in Deutschland bisher einzigartigen Branchenqualifizierungs- und Weiterbildungsprogramm STEP ein effektives wie nachhaltiges Förderinstrument entgegen.

Mit einem niedrigschwelligen Zugang, einem klaren Fokus auf Diversität und faire Arbeitsbedingungen in der Branche für starken Nachwuchs und individuelle Weiterbildung sollen praktische Ausbildungsinhalte in der Filmbranche und am Set vermittelt werden.

Über Hessen STEP: https://step.hessenfilm.de/

Über HessenFilm und Medien
Als erste Ansprechpartnerin in Sachen Filmförderung stärkt die HessenFilm und Medien die hessische Film- und Medienbranche und hilft dem Land, seine Position als Kultur- und Wirtschaftsstandort für die Zukunft weiter auszubauen. Sie unterstützt sowohl die künstlerische wie auch die kommerzielle Qualität von Filmproduktionen, um optimale Bedingungen für die hessische Kreativwirtschaft zu schaffen. Gesellschafter der HessenFilm und Medien GmbH sind das Land Hessen (90 Prozent) und der Hessische Rundfunk (zehn Prozent). Mehr Informationen unter: www.hessenfilm.de

Das Merkblatt zur Flexibilisierung des Hessen-Effekts im Jahr 2021 steht hier zur Verfügung.

Diese Pressemitteilung steht hier zum Download bereit.