HessenFilm und Medien GmbH

Panel: Film und Games – Synergien, Storytelling, Perspektiven

Die HessenFilm hatte am Montag, den 4. November, zum Panel Film und Games – Synergien, Storytelling, Perspektiven geladen, um das Wechselspiel von Film und Games zu diskutieren. Der Einladung folgten Prof. Dr. Linda Breitlauch, Europas erste Professorin für Game-Design (Uni Trier), Pascal Tonecker (Director of CRYENGINE Enterprise Solutions, Crytek), Arno Stallmann (Autor, Dramaturg, Storytelling-Dozent und Public Interest Designer) und Prof. Carla Heinzel (Professorin Technical Art for Animation and Games, Hochschule Darmstadt). Die Moderation übernahm ZDF-Game-Experte Andreas Garbe.


Im Fokus des Panels standen die Fragen, welche Technologien der Gamingbranche auch für den Film nützlich sein können (und anders herum) und worin sich Erzählweisen für Games und Filme unterscheiden.


Technologien
Spricht man über Technologien im Gamesbereich, kommt man um den Begriff der Engines nicht umher (Wikipedia: spezielles Framework für Computerspiele, das den Spielverlauf steuert und für die visuelle Darstellung des Spielablaufes verantwortlich ist). Für die Filmproduktion können Engines auch abgesehen von CGI und VFX Content von hohem Nutzen sein, da sie quasi als komplettes Filmstudio fungieren.

Die Technologie ermöglicht beispielsweise die Prä-Visualisierung von Filmszenen (wer einen Eindruck gewinnen möchte, wie Engines dabei helfen können, Filmszenen im Vorab erlebbar zu machen, schaut hier vorbei) und Schauspieler*innen können beispielweise für die nachfolgende Bearbeitung "direkt in die Engine spielen". Performance, bzw. Motion Capturing nennt man diese Form der Virtual Production.

Mit der Konvergenz verändern sich aber auch die Berufsbilder, Schauspieler*innen etwa müssen mit VFX Technik arbeiten können und benötigen daher ein neues Technikverständnis.


Narration
Der zweite Teil des Panels beschäftigte sich mit dem Thema Narration: Worin unterscheiden sich Filme und Games? Wie entwickelt man eine Geschichte für interaktive Medien?

Die Panelisten waren sich schnell einig, dass die Spieler*innen in Games häufig selbst die Verantwortung für ein Happy End oder eine Katastrophe tragen. Während im Film eine Hauptfigur sterben kann und dann tatsächlich nicht mehr wiederkehrt, bieten Games ihren Spier*innen die Möglichkeit, verschiedene Handlungen auszuprobieren und damit Einfluss auf die Geschichte zu nehmen.

Die Narration des Films aber sei deutlich elaborierter, die cineastische Qualität im Game reiche selten an die des Films heran. Als Konsequenz sei eine weitere Annäherung nötig und Regisseur*innen aber auch Schauspieler*innen sollten mehr in dem Gamesbereich einbringen. Und natürlich können und sollen auch Dramaturgen ihre Expertise gewinnbringend in Games einbringen.

 

Wir bedanken uns herzlich bei allen Speaker*innen und natürlich auch beim DFF für die wunderbare Unterstützung!

 

Artikel vom 8. November 2019

©HessenFilm und Medien
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