HessenFilm und Medien GmbH

Filmpreisjury 2019

Die Jury des Hessischen Film- und Kinopreis entscheidet über die Nominierten und Preisträger in den Kategorien Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Hochschulfilm sowie in der Kategorie Drehbuch. Die diesjährigen Mitglieder sind die Schauspielerin Marleen Lohse, die ehemalige Geschäftsführerin der Spio Christiane von Wahlert, Ministerialrätin Ulrike Kiesche, der Regisseur und Drehbuchautor Piotr J. Lewandowski, Prof. Wilhelm Weber, Dekan an der Hochschule Darmstadt, sowie Prof. Hans Joachim Mendig, ehemals Geschäftsführer der HessenFilm und Medien und Juryvorsitzender.

 

 

©Chris Rinke

Marleen Lohse, geboren 1984 in Soltau, gab ihr Schauspieldebüt bereits mit 12 Jahren und übernahm schon in der Schulzeit Rollen in Serien und Fernsehfilmen. Ihr Studium schloss sie 2010 an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf ab. Neben dem Studium wirkte Marleen Lohse in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, darunter die TATORT-Folgen "Der rote Tod" und "Schatten der Angst".

Es folgten die Fernsehfilme "Das blaue Licht" von Carsten Fiebeler und Ute Wielands "Deckname Luna". 2013 spielte sie "Elisabeth I" in der gleichnamigen Verfilmung und wirkte in "Zum Sterben zu früh" von Lars Becker und in der Serie "Im Knast" mit. 2015 übernahm sie an der Seite von Matthias Brandt die Hauptrolle in dem packenden Thriller "Sanft schläft der Tod" unter der Regie von Marco Kreuzpaintner. 2017 spielte sie eine der Hauptrollen in dem Dreiteiler "Bella Germania" unter der Regie von Gregor Schnitzler, sie übernahm eine Rolle in der ambitionierten Miniserie "Capelli Code" von Alex Martin. In der Miniserie "M- Eine Stadt sucht einen Mörder" übernahm Marleen Lohse 2018 an der Seite von Lars Eidinger eine Hauptrolle. Regie führte David Schalko. An der Seite von Hinnerk Schönemann spielt sie seit 2014 in der erfolgreichen Donnerstags-Krimi-Reihe der ARD "Nord bei Nordwest". Im Kino war Marleen Lohse u.a. in "Maria, ihm schmeckt's nicht", in Rainer Matsutanis Thriller "205 - Zimmer der Angst" sowie in Carsten Fiebelers "Sushi in Suhl" zu sehen. Zudem übernahm sie kleinere Rollen in Kinoproduktionen wie "Frau Ella" von Markus Goller und "The Fifth Estate" mit Benedict Cumberbatch und Daniel Brühl. 2017 übernahm Marleen Lohse die Hauptrolle in den Kinofilmen "La Palma" und "Cleo". Darüber hinaus spielte sie die Hauptrolle in dem vielfach ausgezeichneten Kurzfilm "Nashorn im Galopp" vom Regieduo Kamerapferd (Erik Schmitt, Stephan Müller). Die Zusammenarbeit mit Erik Schmitt hat sich seitdem intensiviert. Neben weiteren Kurzfilmen entwickelt die Schauspielerin vermehrt auch eigene Stoffe. Zusammen mit Erik Schmitt schrieb sie u.a. das Drehbuch für den Kinofilm "Story of Berlin", für dessen Treatment beide ein Stipendium der Wim Wenders Stiftung gewannen.

Parallel verfolgte Marleen Lohse ihre Theaterkarriere und spielte am Leipziger Centraltheater sowie am Ballhaus Naunynystrasse Berlin. Die Bonner Inszenierung "Ein Volksfeind" unter der Regie von Lukas Langhoff wurde 2012 auf das Berliner Theatertreffen eingeladen. In der Kritikerumfrage von "Theater heute" wurde Marleen Lohse als beste Nachwuchsschauspielerin nominiert. Sie war bis 2014 Ensemblemitglied am Maxim Gorki Theater in Berlin und wirkt derzeit noch in verschiedenen Stücken mit, u.a. in "Angst Essen Seele Auf" und "Kirschgarten". Neben der Schauspielerei gilt ihre Leidenschaft der Musik. Marleen Lohse ist Mitglied als Singer-Songwriterin der Band "Unsereins". 2019 sah man sie in dem Kinofilm der Erfolgserie "Der Club der roten Bänder", in der neuen Serie "M-Eine Stadt sucht den Mörder" auf TV now und in der ZDF Familienepo "Bella Germania". Es folgen weitere Filme mit ihr, u.a. "Flucht durchs Höllental" von Marcus O. Rosenmüller" und der Kinofilm "Cleo". 

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©Christiane von Wahlert

Christiane von Wahlert studierte Sozial- und Erziehungswissenschaften in den USA, Freiburg und Tübingen. Im Anschluss war sie als Lehrerin an einer Sonderschule tätig, war Studienleiterin im Evangelischen Studienwerk Villigst, Presse- und Öffentlichkeitsarbeiterin für Arthouse Filme und Filmfestivals, Persönliche Referentin der Frankfurter Kulturdezernentin Linda Reisch sowie Betriebsdirektorin am Theater am Turm in Frankfurt.

Von 1999 bis 2019 war sie Geschäftsführerin der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft und der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft in Wiesbaden. Heute betätigt sie sich als Publizistin und Moderatorin sowie als Wirtschaftsmediatorin.

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© Ulrike Kiesche

Ulrike Kiesche studierte nach dem Abitur Betriebswirtschaftslehre an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Nach Positionen als Referatsleiterin in der Hessischen Staatskanzlei sowie im Hessischen Ministerium der Justiz ist sie nun aktuell Referatsleiterin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, wo sie für den Bereich Film und Medien verantwortlich ist.

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©Urban Ruths

Piotr J. Lewandowski wurde in Warschau geboren, verbrachte aber die meiste Zeit seines Lebens außerhalb Polens. Regelmäßig kehrt er in seine Heimat zurück, Deutschland ist jedoch seit 1999 zu seiner Wahlheimat geworden.
Er lebte und studierte unter anderem in Warschau, Paris und London. Ab 1999 studierte er im Fachbereich „Visuelle Kommunikation“ an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und wechselte 2002 an die Filmakademie Baden-Württemberg, wo er 2007 seinen Abschluss machte.
Nach erfolgreichen Kurzfilmen wie "Heavy Pregnant" und "Papa" kam mit "Die Aufschneider" 2007 sein erster Langspielfilm als Co-Regisseur (gemeinsam mit Carsten Strauch) in die Kinos.
Der halbstündige Kurzfilm "Fliegen" (mit Sandra Hüller & Jacob Matschenz) entstand ein Jahr später und wurde in das offizielle Programm der Berlinale im Jahr 2009 aufgenommen.  Der Film erhielt weltweit zahlreiche Preise und Auszeichnungen.
In den Jahren 2011 und 2012 realisierte Lewandowski, wieder in Zusammenarbeit mit Carsten Strauch, sowie mit Rainer Ewerrien, die TV-Serie "Götter wie wir", die unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis 2013 ausgezeichnet und für den Grimme Preis nominiert wurde.
Ebenfalls im Jahr 2013 erhielt er beim Hessischen Film- und Kinopreis den Drehbuchpreis für "Jonathan", 2014 folgten eine Nominierung für den Thomas Strittmatter Preis, sowie die Auszeichnung mit dem Emder Drehbuchpreis.
Der Film feierte seine Weltpremiere als offizieller Beitrag auf der Berlinale 2016 in der Sektion Panorama. „Jonathan“ (mit Jannis Niewöhner, André Hennicke, Julia Koschitz und Barbara Auer in den Hauptrollen) wurde im Rahmen der Reihe „Debüt im Dritten“ unter Federführung des SWR realisiert. Zu den Drehbuchpreisen kamen auch für den fertiggestellten Film noch einige nationale und internationale Preise hinzu.
2018 übernahm Lewandowski  die Regie beim Tatort „Hüter der Schwelle“, ebenfalls für den  SWR, der im Herbst 2019 ausgestrahlt wird.
Im Sommer 2019 folgten die Dreharbeiten zu seinem zweiten Kinofilm "König der Raben“. HessenFilm unterstützt die Tragikomödie, in der es um einen illegal in Deutschland lebenden jungen Mazedonier geht. Die Dreharbeiten fanden in Offenbach, Frankfurt, der ehemaligen US-Kaserne in Friedberg und in Heidelberg statt. In den Hauptrollen sind Malik Adan und Antje Traue zu sehen.  Der deutsche Kinostarttermin steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. 

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© Will Weber

Will Weber studierte Betriebswirtschaftslehre und Medienproduktion. Zusätzlich absolvierte er eine Ausbildung am Konservatorium für Musik.
In den 80er Jahren gründete er eine der weltweit ersten Computerspielfirmen in Deutschland, England und Kanada.
Seit 2003 lehrt er am Mediencampus der Hochschule Darmstadt und ist seit 2012 Dekan des Fachbereichs Media. Dieser besteht aus zwölf Studiengängen, u.a. Film, Sound, Interactive Media, Animation & Games, Informationswissenschaften, Onlinekommunikation und Internationale Medienkultur.

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Hans Joachim Mendig, HDA
©Christoph Rau (www.christoph-rau.de)

Prof. Hans Joachim Mendig arbeitete lange Jahre als Film- und TV-Produzent und produzierte Serien wie „Die Kommissarin“ mit Hannelore Elsner oder „Ein Fall für Zwei“, die beide eng mit Frankfurt verbunden sind. Als Vorstand der Odeon Film AG war er für diverse Kinofilme verantwortlich, darunter die Erich-Kästner-Verfilmung „Emil und die Detektive“ (2001). Daneben fungierte er mehrere Jahre als Dozent an Film- und Medienhochschulen, u.a. an der Film- und Fernsehakademie Baden-Württemberg. Von 2016 bis September 2019 war er Geschäftsführer der HessenFilm und Medien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jury Kinokulturpreise

Prof. Hans Joachim Mendig

Ulrike Kiesche (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst)

Iris Praefke (Moviemento Kinos)

Christiane Schleindl (Filmhaus Nürnberg)