HessenFilm und Medien GmbH

"The Dust of Modern Life" auf dem Festival FID Marseille

Franziska von Stenglin feiert Weltpremiere mit ihrem Debütfilm

The Dust of Modern Life © Franziska von Stenglin

Das Herz durch Wüsteneyen rennt (AT) © Gary Vanisian

Regisseurin Franziska von Stenglin feiert heute mit ihrem Dokumentarfilm The Dust of Modern Life beim Festival International du Film Documentaire FID Marseille Weltpremiere.

Das Dokumentarfilmfestival, das seit 1989 jährlich in Marseille, Frankreich, stattfindet, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Kino mit der Realität zu verbinden - sei es in dokumentarischer oder fiktionaler Form. Es publiziert Essays im Festival-Katalog und gibt ein tägliches, zweisprachiges Journal während des Festivalzeitraums heraus und bietet zahlreiche Podiumsdiskussionen, um mit dem Festival einen aktiven Raum für öffentliches Denken zu schaffen. Die diesjährige Ausgabe findet noch bis zum 25. Juli statt.

Zum Film:
In The Dust Of Modern Life begleitet die Regisseurin Liem, einen jungen Mann der ethnischen Minderheit Sedang in Vietnam. Die Region Sedang gilt als eine der abgelegensten Vietnams, da diese von der Regierung vehement abgeschirmt und gezielt nicht entwickelt wird. Dies liegt darin begründet, dass die dort lebenden ethnischen Minderheiten während des Vietnamkriegs gegen die kommunistische Regierung revoltiert hatten.
Liem hat es sich zur Tradition gemacht, sein gewöhnliches Leben einmal im Jahr für eine Weile hinter sich zu lassen und gemeinsam mit seinen Freunden in den Urwald zu ziehen. Hier nehmen sie sich eine Auszeit und versuchen so, eine Jahrhunderte alte Tradition aufrecht zu erhalten, die auszusterben droht – so wie der Wald, in dem das Ritual stattfindet.

Regisseurin Franziska von Stenglin ist Absolventin der renommierten Frankfurter Städelschule und erhielt für die Postproduktion von The Dust of Modern Life 25.000 Euro von der HessenFilm.

Mehr Informationen zu The Dust of Modern Life beim FID Marseille gibt es hier.


Weiterer hessischer Film im Programm:
Auch der Kurzfilm Das Herz durch Wüsteneyen rennt (AT) des Frankfurter Filmemachers Gary Vanisian feiert seine Premiere in Marseille. Darin findet er Bilder für die klaffende Leere, die entsteht, wenn ein geliebter Mensch gegangen ist. Gedreht wurde der Film im vergangenen Jahr auf 16mm-Negativmaterial und wird nun von drei Vorführungen auch einmal als 16mm-Positivkopie aufgeführt.

Gary Vanisian ist Autor, Filmemacher und Filmkurator und engagiert sich als Filmprogrammgestalter u.a. beim Filmkollektiv Frankfurt. Seit 2019 beim Internationalen Forum des jungen Films während der Berlinale. Seine Filmtexte erscheinen u.a. bei epd Film, Der Freitag und kolik.film.

Mehr Informationen zu Das Herz durch Wüsteneyen rennt (AT) beim FID Marseille gibt es hier.