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Schwarze Komödie mit hessischer Beteiligung siegt beim Förder-Wettbewerb JETS

"The Deadline" von Sternenberg Films als zukunftsträchtiges Filmprojekt ausgezeichnet

Mark Waters und Konstantin Korenchuk © Sternenberg Films

Die schwarze Komödie "The Deadline", die als deutsch-britische Koproduktion unter Beteiligung von Sternenberg Films mit Sitz in Wiesbaden ins Rennen um einen Förderpreis der JETS Initiative gegangen ist, wurde jetzt von der Fachjury als zukunftsträchtiges Filmprojekt ausgezeichnet. Dabei wurden von 25 Finalisten im Entwicklungsstadium zwölf Arbeiten aus Großbritannien, Irland, Südafrika, Kanada Österreich und Deutschland als Gewinner ausgewählt – "The Deadline" ist das einzige Filmprojekt aus Hessen unter den Preisträgern. Die "Junior Entertainment Talent Slate" der Produktionsfirma WEP Productions hatte in der vergangenen Woche ein internationales Netzwerk aus Koproduzenten zum Pitching erfolgversprechender Projekte zusammengebracht.

"Die Auszeichnung bei JETS ist großartig für uns - nicht nur weil das Niveau der internationalen Jury sehr hoch war, sondern auch weil wir uns dadurch den nötigen Schub versprechen, jetzt die passenden Koproduktionspartner zu finden", sagt Konstantin Korenchuk, Geschäftsführer von Sternenberg Films und Produzent von "The Deadline".

Die makabre Science Fiction-Komödie soll idealerweise als deutsch-britisch-US-amerikanische Koproduktion realisiert werden und erzählt von einem Zukunftsstaat, in dem Unternehmer in eine Art Gefangenen-Lager gesteckt werden, wenn sie nicht im Alter von 40 Jahren mindestens 100.000 Dollar pro Jahr verdienen. Dort sind sie gezwungen, einen erfolgsversprechenden Business Plan zu entwerfen - andernfalls müssen sie sterben. In "The Deadline" landet der 40jährige Larry Spitzfart in einem solchen Business Camp und verliert sich dort in einem Sog aus Mord, Verrat, Liebe und Geschäften. "Natürlich ist das eine Parabel auf die Auswüchse des Kapitalismus und eine überspitzte Darstellung unserer heutigen Welt", beschreibt Regisseur Mark Waters. "Ich stelle mir dafür einen einzigartigen visuellen Stil vor, in dem die Menschen eher wie Waren auf einem Fließband erscheinen als wie Individuen." Referenzfilme seien "The Lobster" und "Cosmopolis".

"Während der JETS Pitchings haben uns einige Teilnehmer bestätigt, dass The Deadline für sie das beste Projekt gewesen sei", berichtet Produzent Korenchuk. "Das ist eine tolle Rückmeldung und macht uns natürlich Mut." Bis zu 50 Prozent des Budgets von rund 3 Millionen Euro könnte Sternenberg Films aus eigener Kraft bereitstellen und sei jetzt auf der Suche nach weiteren Koproduktionspartnern. "Der Austausch im Rahmen von JETS war sehr hilfreich, denn wir haben eine Menge über internationale Finanzierung und Koproduktion gelernt", sagt Korenchuk. "Nun hoffen wir, dass sich aus den Gesprächen weitere Schritte zur Realisierung von The Deadline ergeben - und dass der Prozess weiterhin auf so hohem Niveau bleibt, auf das er durch JETS gekommen ist."

Artikel von Florian Vollmers