HessenFilm und Medien GmbH

Marktplatz Drehbuch auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis

Unsere drei vielversprechenden Talente im Porträt

Christoph Oliver Strunck © MFG Baden-Württemberg

Claudia Linke

Behrooz Karamizade

Der Markplatz Drehbuch ist eine feste Instanz im Rahmenprogramm des Max Ophüls Preises und fand auch 2019 wieder in Kooperation der HessenFilm mit der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und dem Kuratorium junger deutscher Film statt. Junge Drehbuchautor*innen haben wieder ihre aktuellen Spielfilmstoffe gepitcht und sich anschließend mit Produzent*innen und Filmverwerter*innen ausgetauscht.

Die Teilnehmer*innen und ihre Drehbücher stellen wir hier vor:

 

Christoph Oliver Strunck
Christoph Oliver Strunck ist gebürtiger Hesse und stammt aus der Wetterau. Nach seinem Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München etablierte er sich als erfolgreicher Produzent. Bei über 15 preisgekrönten Kurz- und Spielfilmen wie Mondmann und Tage Die Bleiben wirkte er mit. Nach knapp zehn Jahren Filmproduktion in Berlin, München und Prag ist er in das Rhein-Main-Gebiet zurückgekehrt und arbeitet erfolgreich als Regisseur und Autor. Sein erster Kurzspielfilm Der Dritte König tourt derzeit erfolgreich durch die Festivalszene und gewann bisher mehr als ein Dutzend internationale Auszeichnungen. Darunter zählen Preise beim Bermuda International Film Festival sowie beim New York Shorts International Film Festival.

Son of Elvis
Die Tragikomödie Son of Elvis erzählt die Geschichte von Gerd Dönges, der als abgehalfterter Glücksspieler und Hochzeitszelebrant nach nunmehr 30 Jahren in die Wetterau zu seiner Mutter zurückkehrt. Hier will er sich endlich vom Lügenkonstrukt Sohn von Elvis zu sein befreien.


Claudia Linke
Claudia Linke absolvierte eine Ausbildung als Mediengestalterin im Bereich Bild und Ton. Ihr Interesse für Film vertiefte sie anschließend an der Kunsthochschule für Medien Köln und schloss dort erfolgreich mit einem Diplom im Schwerpunkt Regie und Drehbuch ab. Danach sammelte sie Erfahrung als Cutterin und 2. Regieassistenz bei Kinofilmen wie 13 Semester und Ausgerechnet Sibirien. Ihr eigens produzierter Kurzfilm Vater Unser, bei dem sie selbst Regie, Buch und Schnitt übernahm, feierte auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis Premiere. Für die Entwicklung des Drehbuchs Auszeit, das sie als Regisseurin selbst verwirklichen möchte, erhielt sie Drehbuchförderung der HessenFilm.

Auszeit
In Auszeit treffen der 26-jährige Medizinstudent Tim und der 59-jährige Architekt Jakob in einer Klinik aufeinander. Tim leidet an starken Tinnitusanfällen und Jakob kämpft mit den Nachwirkungen seines Herzinfarktes. Zwischen den Männern entwickelt sich eine Freundschaft, die heilsamer als jede Therapie zu sein scheint.


Behrooz Karamizade
Von 2005 bis 2013 studierte Behrooz Karamizade Filmregie an der Kunsthochschule Kassel. Seine ersten Kurzfilme liefen bei über 200 Festivals wie dem Montreal World Film Festival und dem International Filmfestival Rotterdam und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seit 2007 realisiert er neben Kurzfilmen auch diverse Dokumentarfilme wie Kindsein im Iran und Der Goldene Spatz – Hinter den Kulissen des größten Kindermedienfestivals Deutschlands. Sein Kurzspielfilm Bahar im Wunderland gewann über 20 Preise wie den Deutschen Menschenrechts Filmpreis und wurde auf arte ausgestrahlt.

Leere Netze

Leere Netze erzählt die Geschichte des jungen Iraners Hamid. Er sehnt sich danach Narges, die Liebe seines Lebens, heiraten zu können, doch seine finanziellen Mittel reichen nicht aus. Er beginnt als Fischer am kaspischen Meer zu arbeiten. Als die Saison schlecht läuft und in den Netzen mehr Müll als Fische an Land gezogen werden, schließt sich Hamid illegalen Stör-Wilderern an, um seinen Traum von der Hochzeit zu verwirklichen. Leere Netze wird Behrooz Karamizades Debütfilm.