HessenFilm und Medien GmbH

Hessen @ Berlinale

Atlas, Born in Evin und Pettersson und Findus als HessenFilm-geförderte Projekte in Berlin

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Die Berlinale steht direkt vor der Tür: heute Abend werden die 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin feierlich eröffnet. Auch das Filmland Hessen ist wieder auf dem renommiertesten deutschen Filmfest vertreten: Gleich zwei Filme aus Hessen sind zudem im Rennen um den Deutschen Filmpreis und werden damit traditionell im Rahmen des European Film Market in der Reihe [email protected] gezeigt.

Darunter das Drama Atlas von David Nawrath, das auf den Hofer Filmfestspielen Premiere feierte. Mit Rainer Bock in der Hauptrolle und Albrecht Schuch (Bad Banks), Thorsten Merten (Es ist aus, Helmut!) sowie Uwe Preuss (Ku’damm 59) in weiteren zentralen Rollen erzählt Nawrath eine einfühlsame Geschichte über Schuld, Wiedergutmachung und Vergebung: Der in die Jahre gekommene Möbelpacker Walter glaubt seinen vor Jahren verlassenen Sohn wiedererkannt zu haben und versucht diesen samt Frau und Kind vor einer drohenden Gefahr zu retten. Das Spielfilmdebüt von David Nawrath wurde überwiegend in Frankfurt gedreht.

 

Ebenfalls in der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis steht Findus zieht um von Ali Samadi Ahadi. Im letzten Teil der Pettersson und Findus-Reihe treibt der kleine Kater den alten Pettersson (Stefan Kurt) zum Wahnsinn. Findus (Roxana Samadi) hüpft Tag und Nacht auf seiner Matratze hin und her und lässt Pettersson einfach keine Ruhe. Um die Freundschaft nicht zu gefährden, muss sich etwas ändern. Die Lösung: der kleine Findus bekommt ein eigenes Spielhaus, in dem er sich richtig austoben kann. Der Kater ist allerdings so begeistert davon, alleine zu wohnen, dass er ganz und gar in sein neues Heim einzieht und Pettersson allein zurücklässt.

Schauspielerin und Autorin Maryam Zaree (4 Blocks) feiert mit ihrem sehr persönlichen Dokumentarfilm Born in Evin außerdem Weltpremiere auf der Berlinale. Die Schauspielerin und Autorin ist die Tochter ehemaliger politischer Gefangener, die das berüchtigte Foltergefängnis Evin in Teheran überlebt haben. Sie selbst wurde in diesem Gefängnis geboren und ist erst zwei Jahre alt, als ihre Mutter mit ihr nach Frankfurt flieht. Sie weiß bis heute so gut wie nichts über die Umstände ihrer Geburt. In ihrem Dokumentarfilm Born in Evin begegnet die Schauspielerin und Preisträgerin des Hessischen Film und Kinopreises ihrer noch immer in Frankfurt lebenden Familie und beginnt sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Der Film läuft in der Sektion Perspektive deutsches Kino.

Auf dem European Film Market am Focus Germany-Stand vertritt die HessenFilm das Filmland Hessen. Die 69. Berlinale findet vom 7. bis 17. Februar ein letztes Mal unter der Leitung von Dieter Kosslick statt. Der Berlinale-Direktorbegeht seine 18. Festival-Ausgabe.

Das gesamte Programm der Berlinale gibt es hier.