HessenFilm und Medien GmbH

Gesichter des hessischen Films: Emrah Erdogru

Porträtreihe hessischer Talente, die VOR der Kamera stehen

© Joschka Link

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Wir stellen regelmäßig Hessens Filmschaffende, deren Erfolge und Projekte vor – auf unserer Website, auf Social Media, in Pressemitteilungen und Publikationen oder auf Netzwerkplattformen, wie dem Branchenpitch beim Jour fixe.

In der Regel stehen dabei die Menschen HINTER der Kamera im Fokus. In unserer neuen Reihe möchten wir ab sofort auch die Menschen VOR der Kamera würdigen und vorstellen: die Gesichter des hessischen Films.

Doch Emrah Erdogru lässt sich so leicht nicht in Kategorien einteilen: Der Frankfurter engagiert sich sowohl VOR als auch HINTER der Kamera für die hessische Filmszene. Als Produzent bereitet er derzeit etwa eine Webserie vor, als Autor schrieb er bei Drehbuch in 23 Tagen seinen ersten abendfüllenden Horrorfilm und plant diesen auch als Regisseur auf die Leinwand zu bringen. Als Schauspieler reicht seine Bandbreite von Comedy-Clips zu Soaps zu Spielfilmen und Musikvideos. Zeit, das Universal-Talent vorzustellen.

 

Aus welchen Filmen oder Serien kennt man dich?
Ich bin bekannt aus Filmen wie "3 Türken & ein Baby", "Lotta & der Ernst des Lebens" und dem Festivalfilm "NINA". Eine Zeitlang war ich bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" zu sehen. Ich hatte eine Rolle im Kölner Tatort "Narben" und aktuell kann man mich in der Webserie "Jihadi Fool" auf YouTube sehen. Dazu kommen viele Musikvideos von bekannten Musikern wie Ardian Bujupi und dem Frankfurter Musiker CAPO.

Was sind deine nächsten Projekte?
Aktuell konzentriere ich mich vorwiegend auf meine eigenen Projekte. Im HessenFilm Seminar "Club23" habe ich den abendfüllenden Horrorfilm "Lohusa" geschrieben und möchte ihn gerne als mein Regie-Debüt auf die Leinwand bringen. Ich arbeite außerdem an meinem Serienkonzept Völuspá, das letztes Jahr von der HessenFilm Drehbuchförderung erhalten hat. Und ich bereite in der Funktion eines Produzenten die Sitcom-Webserie "Secürity" vor (ebenfalls HessenFilm gefördert), die von meinem kleinen Bruder Ismail stammt und für die wir uns derzeit in sehr spannenden Gesprächen mit dem Hessischen Rundfunk befinden.

Für die Entwicklung und Umsetzung dieser Projekte haben wir gemeinsam mit zwei weiteren Gesellschaftern eine eigene Produktionsfirma ins Leben gerufen, mit der wir uns nun in Frankfurt etablieren wollen, was wiederum ein eigenes Kapitel für sich ist. Trotz allem bin und bleibe ich natürlich mit Leib und Seele Schauspieler.

Welche Art von Projekten interessiert dich?
Ich bin sehr an Horror und Fantasy interessiert. Ich finde, diese Genres werden zu wenig in Deutschland bedient, dabei gibt es dafür einen großen Markt. Ich fände es aber auch großartig, mal in einem historischen Film mitzuspielen, da ich vor meiner Schauspielausbildung Geschichte studiert habe und ein riesiger Fan von historischen Stoffen bin. Dazu gehören unter anderem Gladiator, Braveheart sowie die Serien "ROME" und "Vikings". Und wenn ich mal träumen darf, dann stelle ich mir genau so die perfekte Rolle für mich vor: Ein Schwert in Hand, auf einem Pferd sitzend und in die Schlacht ziehend.