HessenFilm und Medien GmbH

Gesichter des hessischen Films: Christoph Gérard Stein

Porträtreihe hessischer Talente, die VOR der Kamera stehen

© Melina Johannsen

Odenwald Saga - Szenenbild

Wir stellen regelmäßig Hessens Filmschaffende, ihre Erfolge und Projekte vor – auf unserer Website, auf Social Media, in Pressemitteilungen und Publikationen. In der Regel stehen dabei die Menschen HINTER der Kamera im Fokus. In unserer Reihe Gesichter des hessischen Films möchten wir auch die Menschen VOR der Kamera würdigen.

Dieses Mal beantwortet Christoph Gérard Stein unsere drei Fragen zu seiner Person und Arbeit. Der deutsch-französische Film- und Theaterschauspieler lebt nach Aufenthalten in Frankreich und der französischen Schweiz in Frankfurt. Als Ensemble-Mitglied zahlreicher Theater im Rhein-Main Gebiet und Filmschauspieler engagiert er sich aktiv über den BFFS (Bundesverband Schauspiel) Frankfurt für die Branche. Doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen:

 

Aus welchen Filmen oder Serien kennt man dich?
Man kennt mich unter anderem aus dem Musikvideo "Scherben" des Frankfurter Musikers Daniel Wirtz. Der eine oder andere hat mich auch in der Webserie "MEM", einem postapokalyptischen Western der Darmstädter Filmproduktion Tag&Nacht Media gesehen. Ich spiele relativ häufig in historischen Film - und Dokudramaproduktionen, vielleicht auch weil ich ganz gut in verschiedene Epochen passe. Ich werde häufig für Beiträge der Kultur- und Buchzeit auf 3Sat/ZDF angefragt, was mich sehr freut, da ich ein glühender Verfechter unserer Kultur bin. Ansonsten werde ich auch häufig für Werbe- und Imagefilme gebucht.

Was sind deine nächsten Projekte?
Ich freue mich, dass das Dokudrama "Das Ende des Schweigens" am 8. April 2021 in die Kinos kommt. Der Film handelt von den Frankfurter Homosexuellen-Prozessen der Jahre 1950/51, zu denen die Polizei auf außerordentlich brutale Art und Weise Razzien durchführte und eine regelrechte Hetzjagd gegen Schwule eröffnete. Ich spiele darin Wolfgang Lauinger, der im Nationalsozialismus als Homosexueller und Jude verfolgt und nach der Befreiung wegen eines vermuteten Verstoßes gegen den § 175 erneut inhaftiert wurde.
Aktuell spiele ich im Theater Moller Haus in Darmstadt in dem 'Wirtshausdrama' "Chaim und Adolf" von Stefan Vögel den Israeli Chaim Eisenberg. Im Zuge von Corona sind leider viele Theaterproduktionen auf Eis gelegt worden, sonst spielte ich jetzt unter anderem in "Frühlingserwachen" im Kulturhaus Frankfurt, in "Der Zauberer von Oz" im Theater Alte Brücke, in "Ein Strauss voller Narzissten" im Theater die Schmiere und in "Blut und Königsbleiche" in Koblenz.
Dennoch haben sich in der Pandemiezeit auch neue Dinge für mich ergeben. So bin ich zum Lesebotschafter des Carl-Auer Verlag geworden und durfte z.B. im Rahmen der Frankfurter Buchmesse Kinderbücher präsentieren (Link).

Welche Art von Projekten interessiert dich?
Wie man sieht, liegt mir viel an der Rhein-Main Gebiet. Ich unterstütze immer gerne regionale Filmproduktionen. Zuletzt habe ich in einem halb-dokumentarischen Film (da haben wir es wieder), über Sagen und Mythen im Odenwald, die Rolle eines Försters, der von Wilderern bedroht wird, gespielt.
Es gibt Themen, die mich dauerhaft beschäftigen, die leider auch nie an Aktualität verlieren. So z.B. der Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung.
Genrefilme gleich welcher Art finde ich sehr spannend, ob dystopischer und apokalyptischer Art oder den Film noir. Ich bin ein bekennender Horrorfilm Fetischist ;-) Dann kommt da auch meine zweite Leidenschaft, als Halb-Franzose liebe ich natürlich alle französischen Filme, egal ob film policier, ja, ich gebe es zu, auch Filme mit Louis de Funès, oder große Klassiker.

 

Mehr Infos zu Christoph gibt es hier.

Die Bilder im Slider stammen von Daniel Dornhöfer und Francesca Franzke.