HessenFilm und Medien GmbH

Erstes "green motion" Label für nachhaltige Filmproduktion in Hessen vergeben

"Erinnerungen an eine vergessene Kindheit" ist klimaschonend produziert

© Maximilian Hasenstab/MAPP media

Seit dem 1. Januar 2022 müssen HessenFilm-geförderte Produktionen die im Arbeitskreis "Green Shooting" entwickelten ökologischen Mindeststandards erfüllen und dazu eine verbindliche Selbstverpflichtung abgeben. Sichtbar machen können die beteiligten Institutionen dieses Engagement mit dem neuen Label "green motion". Als erste hessische Produktion erhält Erinnerungen einer vergessenen Kindheit von Nachwuchsregisseur Lars Smekal das Label, das er zusammen mit der Unterzeile KLIMASCHONEND PRODUZIERT im Abspann zeigen darf.

Die hessische Produktionsleiterin Helen Dreesen war als Green Consultant für die nachhaltige Filmherstellung verantwortlich. Die Ausbildung zum Green Consultant Film & TV absolvierte sie im Rahmen einer Weiterbildungsförderung des STEP Programms der HessenFilm und Medien. Ebenfalls über STEP war die Frankfurter Studentin Luana Almeida Pees in den Dreh involviert. Sie absolvierte zum Drehzeitpunkt ein zweimonatiges Praktikum bei der für die Herstellung und Umsetzung verantwortlichen Filmproduktion MAPP media im Bereich Aufnahmeleitung und Green Consulting. Erinnerungen einer vergessenen Kindheit erhielt 50.000 Euro Produktionsförderung der HessenFilm und Medien.

Der Kurzfilm setzt sich mit Suchtverhalten im Elternhaus aus der Perspektive eines Kindes auseinander und soll in der Suchtprävention und in Bildungsinstitutionen zum Einsatz kommen. Verkörpert wird die kindliche Perspektive durch den Elfjährigen Niklas, der zwischen dem Pflichtgefühl, seinen Eltern helfen zu müssen und dem Wunsch, seinem Elternhaus zu entfliehen, hin und hergerissen ist.

Die HessenFilm und Medien ist seit 2021 Mitglied des Arbeitskreises "Green Shooting". Die in diesem Rahmen entwickelten Mindeststandards sollen eine Umstellung auf eine umwelt- und ressourcenschonendere Herstellungsweise von Kino-, TV- und Online-/VoD-Produktionen fördern und dazu beitragen, einen relevanten Teil der CO₂-Emissionen zu vermeiden. Das Label "green motion" zeichnet diejenigen Produktionen aus, die diese Mindeststandards eingehalten haben.

Im Rahmen der Berlinale haben die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Claudia Roth, und der Arbeitskreis "Green Shooting" ihre Kooperation der ökologischen Mindeststandards und das Label "green motion" der Film-, TV- und VoD-Branche vorgestellt. Die BKM hat darüber beschlossen, diese Mindeststandards ab dem 1. Januar 2023 bundesweit verpflichtend in den Filmförderrichtlinien zu implementieren.

Dem Arbeitskreis "Green Shooting" gehören Produktionsunternehmen, Sender, Filmförderungen, VoD-Dienste und Verbände an. Mehr Informationen zu den ökologischen Mindeststandards und dem Laben "green motion" finden Sie hier: https://www.oekologische-mindeststandards-greenmotion.de/