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Deutscher Drehbuchpreis: Nominierung für LEERE NETZE

Behrooz Karamizade unter den Nominierten

Behrooz Karamizade beim Marktplatz Drehbuch (Filmfestival Max Ophüls Preis 2019)

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat in dieser Woche die Nominierungen für den Deutschen Drehbuchpreis 2021 für das beste unverfilmte Drehbuch bekannt gegeben. Unter den drei Nominierten ist auch der Kasseler Filmemacher Behrooz Karamizade mit seinem Buch LEERE NETZE.

Die unabhängige Fachjury begründete ihre Auswahl wie folgt:

Erzählt wird die Geschichte des jungen Iraners Amir, der als Fischer am Kaspischen Meer zu arbeiten beginnt, um das Brautgeld für seine große Liebe Narges aufbringen zu können. Als die Fischbeute ausbleibt, schließt er sich illegalen Stör-Wilderern an. Trotzdem rückt sein Traum von der Hochzeit in immer weitere Ferne. Das Drehbuch von Behrooz Karamizade wirft mit teils poetischen, teils sehr realistischen Szenen aus dem Iran der Gegenwart die Frage auf, wie hoch der Preis für die Liebe sein kann. Eindringlich und emotional erzählt, weitet das Drama im Verlauf den Blick von dem persönlichen Schicksal hin zu den Auswirkungen globaler Probleme und politischer Konflikte. Der Autor nimmt sich Zeit für seine Figuren und erzählt ruhig und atmosphärisch dicht eine zugleich emotionale wie gesellschaftlich brisante Geschichte, die den weltweiten Flucht- und Migrationsbewegungen ein menschliches Gesicht verleiht.

Behrooz Karamizade hat auch als Produzent bei Living Pictures Production bereits Erfahrung mit internationalen Produktionen von fiktionalen und dokumentarischen Filmen gesammelt. Sein Kurzspielfilm Bahar im Wunderland gewann über 20 Preise, wie den Deutschen Menschenrechts Filmpreis und wurde auf arte ausgestrahlt. LEERE NETZE wird Behrooz Karamizades Debütfilm.

Mit der Nominierung zum Deutschen Drehbuchpreis ist eine Prämie von 5.000 Euro verbunden. Der Gewinner oder die Gewinnerin soll am 14. Juni 2021 auf dem Summer Special der Berlinale bekannt gegeben werden. Nominiert sind zudem MISTER von Emily Atef und Lars Hubrich und ALASKA von Max Gleschinski.