HessenFilm und Medien GmbH

Deutscher Dokumentarfilmpreis 2022

"The Other Side Of The River" von Antonia Kilian und "Herr Bachmann und seine Klasse" von Maria Speth unter den Nominierten

© Madonnen Film/Grandfilm, © jip film und verleih

Der SWR hat die Nominierten für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2022 bekanntgegeben. Unter den 15 Filmen in der Endauswahl sind die von der HessenFilm und Medien geförderten Produktionen The Other Side Of The River von Antonia Kilian und Herr Bachmann und seine Klasse von Maria Speth.

Die Verleihung des Preises findet am 24. Juni im Rahmen des SWR Doku Festivals vor Ort in Stuttgart statt. Der Hauptpreis wird vom SWR und der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gestiftet und ist mit 20.000 Euro dotiert.

 

Über die Filme

In Herr Bachmann und seine Klasse (Fördersumme: 50.000 Euro), ausgezeichnet unter anderem mit dem Silbernen Bären Preis der Jury, begleitet die Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Maria Speth den Lehrer Dieter Bachmann und seine 6. Klasse an der Georg-Büchner-Schule im nordhessischen Stadtallendorf. Der Lehrer begegnet den 12- und 14-jährigen Schüler*innen mit ihren unterschiedlichen sozialen und kulturellen Erfahrungen mit viel Empathie und Offenheit und schafft damit einen Raum des Vertrauens. Entstanden ist ein Film, der auch als Porträt einer besonderen und doch auch typischen, deutschen Stadt mit einer langen Geschichte der Ausgrenzung und Integration des Fremden gelesen werden kann.

The Other Side of The River ist der Debütfilm (Fördersumme: 52.800 Euro) der hessischen Nachwuchs-Regisseurin Antonia Kilian. Der Film erzählt von der 19-jährigen Hala, die sich einer kurdischen Frauenverteidigungseinheit anschließt, eine Unit, die bald darauf ihre Heimatstadt Minbij vom Islamischen Staat befreit. Inspiriert von den Idealen der kurdischen Frauenbewegung, widmet sie sich daraufhin entschlossen dem Versprechen, nach Hause zurückzukehren und ihre jüngeren Schwestern, die in arrangierten Ehen leben, zu sich holen.