HessenFilm und Medien GmbH

Das Kasseler Dokfest zelebriert den Dokumentarfilm

Mehrere geförderte Projekte unter den Nominierten für den Goldenen Herkules

© Kasseler Dokfest | Anja Köhne | atelier capra

Vom 12. bis zum 17. November findet bereits zum 36. Mal das Kasseler Dokfest statt. Mit 236 nationalen und internationalen Dokumentarfilmen, darunter 182 Kurzfilme, ist das Filmfestival Hessens Aushängeschild in puncto Dokumentarfilm. Gleich vier von der HessenFilm geförderte Filme sind für den Goldenen Herkules nominiert, dem Preis für die beste nordhessische Produktion.

Darunter fällt unter anderem See der Freude von Aliaksei Paluyan, der im Oktober den Preis für den besten Kurzfilm beim 30. Hessischen Film und Kinopreis gewann und für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert ist. Ebenfalls nominiert für den Goldenen Herkules sind Your Future von Maren Wiese und Petra Stipetic, Facelift von Dennis Stein-Schomburg und Jan Riesenbeck sowie Auftauchen von Annika Nesheim, der auf dem Festival seine Weltpremiere feiert.

Darüber hinaus vergibt das Festival mit dem Goldenen Schlüssel zwei Hauptpreise: einen für den besten Langfilm und einen für den besten Kurzfilm. In der Kategorie Langfilm ist Born In Evin von Maryam Zaree nominiert. Der persönliche wie politische Film über das iranische Foltergefängnis Evin hat in diesem Jahr viel Aufmerksamkeit erregt. Er gewann den Kompass-Perspektive-Preis bei der Berlinale 2019 und zuletzt den Newcomerpreis beim Hessischen Film- und Kinopreis.

Mit Sheela von Alma W. Bär, Monkey Jar von Ferdinand Kowalke, SuperWonderWoman von Kerstin Rupprecht und Der Krieg in mir von Sebastian Heinzel laufen fünf weitere von der HessenFilm geförderte Projekte im regulären Programm.

Hessischer Hochschulfilmtag
Zum zehnten Mal findet auf dem Kasseler Dokfest der Hessische Hochschulfilmtag statt. Dort präsentieren Student*innen der hessischen Hochschulen am 14. November aktuelle Produktionen und vernetzten sich mit der Branche. Mit Les Justes von Antoine Schweitzer (Hochschule Darmstadt), Ria von Till Helldobler (Hochschule Darmstadt), Verlust von Paul Mayer (Kunsthochschule Kassel), Urban Dreamscape von Nicolas Gebbe (HfG Offenbach), Farida von Salma G. Zaki (HfG Offenbach) sowie Slavoj Žižek und die Brustpumpe von Franziska Wank sind sechs geförderte Nachwuchsprojekte der HessenFilm zu sehen.

Künstlerisch-experimentelle Produktionen
Das Kasseler Dokfest bietet viel Raum für experimentelle und künstlerische Arbeiten. Die Ausstellung Monitoring etwa zeigt Medieninstallationen, das DokfestForum bietet Lectures und Künstler*innengespräche, in der DokLounge finden Performances und Konzerte statt und das junge dokfest sensibilisiert Jugendliche durch Workshops und Screenings für den Dokumentarfilm, um nur einige Punkte im Begleitprogramm zu nennen.

Ehrenpreis für Jan Peters
Jedes Jahr vergibt das Festival auch einige Preise, die sich vornehmlich an den kunstschaffenden Nachwuchs richten. Seit vier Jahren werden mit dem Ehrenpreis aber auch bereits etablierte Regisseur*innen geehrt, die sich durch besonders innovative Leistungen in Film und Kunst hervorgetan haben. In diesem Jahr geht dieser Preis an Jan Peters, der neben seiner Tätigkeit als Filmemacher, Produzent und Hörspielautor, an der Kunsthochschule Kassel als Professor für Film und bewegtes Bild arbeitet.

Mit dem junges dokfest A38-Produktions-Stipendium Kassel-Halle unterstützt das Dokfest bereits seit 2001 den Filmnachwuchs. Das Stipendium fördert zukünftige Nachwuchsprojekte, die sich an ein junges Publikum richten und medienpädagogisch einsetzbar sein sollten.

Organisiert wird das Dokfest vom Filmladen Kassel e.V., der beim diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreis zum wiederholten Mal für seine Kino- und Kulturarbeit ausgezeichnet wurde. Weitere Abspielorte sind das Gloria Kino und die BALi Kinos.

Mehr Informationen über das Festival sowie das ausführliche Filmprogramm gibt es hier.

Das Kasseler Dokfest wird in diesem Jahr mit 140.000 Euro von der HessenFilm gefördert.