HessenFilm und Medien GmbH

"Born in Evin" ist Bester Film der Sektion Perspektive Deutsches Kino

Maryam Zaree überzeugt die Jury auf der Berlinale 2019

© Tondowski Films

Die Schauspielerin und Autorin Maryam Zaree erhält für ihren Dokumentarfilm Born in Evin den Kompass-Perspektive-Preis als Bester Film der Sektion Perspektive Deutsches Kino 2019. Maryam Zaree ist die Tochter ehemaliger politischer Gefangener, die das berüchtigte Foltergefängnis Evin in Teheran überlebt haben. Sie selbst wurde in diesem Gefängnis geboren und weiß bis heute so gut wie nichts über die Umstände ihrer Geburt. Ihre Mutter flieht mit ihr nach Frankfurt und baut sich ein Leben als Traumatherapeutin und Kommunalpolitikerin auf. In Born in Evin begegnet die Schauspielerin und Preisträgerin des Hessischen Film und Kinopreises ihrer noch immer in Frankfurt lebenden Familie und beginnt sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Der Dokumentarfilm ist Maryam Zarees Debüt als Filmemacherin und wurde von der HessenFilm mit 120.000 Euro gefördert. Wir gratulieren!


Die Jurybegründung im Wortlaut:

"In Born in Evin begleiten wir Maryam Zaree auf der Suche nach ihrer Vergangenheit, einem grausamen Kapitel der iranischen Geschichte. Aufrichtig, mutig, entschieden und berührend sucht die Filmemacherin unerbittlich nach Antworten auf bisher nicht gestellte Fragen und zieht uns dabei immer tiefer in ihre Geschichte und zu einem kollektiven blinden Fleck. Sie steht unerschrocken auf und übernimmt die Verantwortung für eine ganze Generation, das Schweigen zu brechen."