HessenFilm und Medien GmbH

37. Kasseler Dokfest

Vom 17. bis zum 27. November als DokfestOnline

© Kasseler Dokfest

Im Zuge der neuen Vorsichtsmaßnahmen findet das diesjährige Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest in einer Onlineversion statt.

Der Ticket-Vorverkauf startete am 11. November. Nach ihrer geplanten ersten Präsentation im Festivalkino werden die online verfügbaren Filme für sechs Tage von zu Hause aus abrufbar sein. Ab dem ersten Abspielen ist ein Zugriff für 24 Stunden möglich. Die Anzahl der Tickets pro Film ist auf maximal 300 Stück limitiert.

Der Filmladen Kassel e.V., der das Festival veranstaltet, präsentiert auf DokfestOnline 202 Filme als DokfestStreams. Alle verfügbaren Filme sind auf der Website des Festivals deutlich gekennzeichnet.

Mit dabei sind wieder mehrere von der HessenFilm geförderte Produktionen, unter anderem Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit von Yulia Lokshina. Der auf dem Filmfestival Max Ophüls mit dem Preis als bester Dokumentarfilm ausgezeichnete Film beleuchtet das Thema Leiharbeit aus zwei unterschiedlichen Perspektiven: Leiharbeiter*innen und Sozialarbeiter*innen berichten von Schicksalen und Zuständen. Zur gleichen Zeit proben Münchener Gymnasiast*innen das Stück "Die Heilige Johanna der Schlachthöfe" und reflektieren über die deutschen Wirtschaftsstrukturen und ihr Verhältnis dazu.

Für den Goldenen Herkules, den Preis für die beste nordhessische Produktion, sind gleich drei von der HessenFilm geförderte Kurzfilme nominiert: Kaksintaistelu von Eeva Ojanperä, PIKNIK von Silke Körber und Kafkaland von Tobi Sauer. Diese drei Produktionen sowie Michael – eine Autobiografie von Jan Stern feiern auf dem Festival Ihre Weltpremiere und werden, entsprechend der geplanten Präsentation in den Kinos, im Rahmen von Kurzfilm-Kompilationen online angeboten.

PIKNIK und Kafkaland laufen zudem im Programm des 11. Hochschulfilmtags, der als Teil der DokFilmChannels ins Netz verlegt wurde. Am 19.November stellen Student*innen der hessischen Hochschulen aktuelle Produktionen vor und vernetzten sich mit der Branche.

Auf den DokFilmChannels sind die vielseitigen Sonderprogramme größtenteils in modifizierter Form verfügbar. Als Live-Mitschnitt oder vorproduzierte Beiträge sind diskursive Angebote des Festivals direkt auf der Homepage eingebettet zu finden. Die Channels sind kostenlos und frei zugänglich für den Festivalzeitraum abrufbar. Auch die Ausstellung Monitoring kann teilweise online präsentiert werden. Ebenso wird der Golden Cube verliehen. Mit ins Rennen um den Preis für die beste Medieninstallation geht die von der HessenFilm geförderte Videoarbeit CIRCLES I von Jonas Englert.

Die geplante DokfestConnection, als Ort des abendlichen Zusammenkommens während des Festivals, kann in diesem Jahr aufgrund der momentanen Situation leider nicht räumlich stattfinden. Stattdessen wird ein Streaming-Programm angeboten, welches diverse Musik-Sets von Kölner und Kasseler DJs beinhaltet.

Der DokfestSalon mit der Diskussionsrunde zum Thema "Zukunft Deutscher Film" der eigentlich im Hotel Renthof stattfinden sollte, wird auf Januar 2021 verlegt.

Mehr Informationen über das Festival sowie das ausführliche Filmprogramm gibt es hier.

Das Kasseler Dokfest wird in diesem Jahr mit 140.000 Euro von der HessenFilm gefördert.