HessenFilm und Medien GmbH

Young Talents in Hessen: Robert Hertel

Young Talent Robert Hertel©Robert Hertel

Seine Umtriebigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch Robert Hertels Karriere. Dies zeigen schon seine ersten Gehversuche in der Filmbranche. Für den 1983 geborenen freiberuflichen Aufnahme- und Produktionsleiter begann die Leidenschaft fürs Filmen nämlich in Afrika – mit einer Kamera bewaffnet begab sich Hertel auf die Spuren seiner Kindheit in Mali, wo er einige Jahre mit seiner Familie lebte.

Erwachsen und zurück in seiner eigentlichen Heimat Hessen zählen schließlich die U5 Filmproduktion, bei der er einige Jahre arbeitete, und Goldhamster Film, als deren Inhaber und Geschäftsführer er von 2009 bis 2015 tätig war, zu seinen Stationen. Unter seiner Leitung konnte die Frankfurter Produktionsfirma ein breites Spektrum unterschiedlicher Projekte verwirklichen. So realisierte Hertel neben Web-TV-Formaten, Imagefilmen und Werbespots auch Kurzfilme, Dokumentationen und Reportagen.

Hertels Umtriebigkeit ließ ihn jedoch bald neue Herausforderungen annehmen. So betreute er als freiberuflicher Aufnahme- und Produktionsleiter verschiedene Werbespots sowie TV- und Kinofilme, wie zum Beispiel Jugend ohne Gott und Conni & Co II. Auch bei diversen Tatorten wie Mühle oder Unter Kriegern (unter anderem mit Margarita Broich und Wolfram Koch besetzt) sowie jüngst beim neuen Tukur-Tatort Der Angriff, der vor wenig Wochen abgedreht wurde, übernahm er die Aufnahmeleitung. Im November freuen wir uns auf eine neue Folge der Arte-Sendung Durch die Nacht mit…, die Hertel als Producer betreut.

Als sei dies nicht genug, wendet Robert Hertel viel Energie auf, um eigene Stoffe zu entwickeln. Eines der Ergebnisse dieser Arbeit ist der erfolgreiche Kurzfilm Der Dritte König, den er zusammen mit Christoph Strunck und Tonio Kellner produziert hat. Der von HessenFilm und Medien geförderte Film konnte bereits große Erfolge feiern und lief beispielsweise auf dem 21. Bermuda International Film Festival (BIFF), beim New York Shorts International Film Festival und jüngst auf den Hofer Filmtagen.

Natürlich ließen wir uns es nicht nehmen, jemanden, der schon so erfolgreich in Hessen Filme produziert hat, unsere drei Fragen zu stellen.

 

Warum lohnt es sich als junger Filmschaffender in Hessen zu bleiben/arbeiten?
Es lohnt sich als junger Filmschaffender in Hessen zu bleiben, weil wir als eine 'neue' Generation die Filmlandschaft in Hessen und indirekt auch bundesweit nachhaltig prägen können. Seit einiger Zeit gibt es einen Wandel in der Branche und wir, die Junge Generation Hessischer Film, haben die Chance diesen mit gestalten zu dürfen und diese Chance sollten wir uns nicht entgehen lassen!

Was wünschst du dir für die hessische Filmbranche?
Ich wünsche mir, dass die Hessische Filmszene sich weiterentwickelt und es einen gesunden Mix aus Projekten, welche hier zu 'Gast' sind, und lokalen Produktionen geben wird. Wir sind nicht Berlin, Hamburg oder München, aber wir sind auf einem guten Weg. Wenn wir diesen weitergehen, bin ich überzeugt, dass Hessen ein wichtiger Standort für die deutsche Filmindustrie wird.

Was sind deine nächsten Projekte?
Ich habe die Dreharbeiten für den Frankfurt-Tatort, welcher zum Großteil in Kassel gedreht wurde, abgeschlossen und außerdem soeben einen Tatort mit Ulrich Tukur im Auftrag des Hessischen Rundfunk abgedreht. Zudem freue ich mich sehr auf eine neue Folge Durch die Nacht mit..., die voraussichtlich Ende November auf Arte ausgestrahlt wird. 2019 wird es hoffentlich wieder ein eigenes Projekt geben. Wir bleiben gespannt!