HessenFilm und Medien GmbH

Sehr geehrte Frau Kronjäger,

Til Schweiger drehte Teile seines Films „Conni & Co. 2“ in der hessischen Stadt Marburg, in der Sie aufgewachsen sind, und die nordhessische Kleinstadt Immenhausen diente als Kulisse für die Ostwind-Filme. Warum sollte öfter an hessischen Location gedreht werden? Was ist so reizvoll daran?

Hessen hat alles, was sich Filmemacher wünschen können. Es gibt Flüsse, Schluchten, Hügel voller Obstbäume, Schlösser, verwinkelte Gassen, Fachwerkhäuser. Die Menschen sind neugierig, gelassen und hilfsbereit. In Marburg sind Massen von jungen Menschen aus aller Welt, die an der alten Uni studieren. Die klassische Universität strahlt lässige Weltläufigkeit aus und ist seit den 20er Jahren, seit Gadamer und Heidegger, eine Hochburg der Philosophie. Die Mischung aus Gemütlichkeit und Weltoffenheit ist unschlagbar! - Auch die Mischung von Klugheit und Warmherzigkeit. Das beste Beispiel sind die Filme von Katja von Garnier.
(Und über allem schwebt: In diesem Teil Deutschlands wurde die gesprochene Sprache des einfachen Volkes in die Literatur gebracht und mit ihr die deutsche Identität geprägt. Luther hat in der Nähe die Bibel übersetzt, die Grimm-Brüder haben Märchen gesammelt, Goethe und Schiller durch die Lande gereist)


Was war Ihr diesjähriges Kino-Highlight?

Meine Kino-Highlights in letzter Zeit sind: "American Honey" von Andrea Arnold, "Moonlight", "Beuys"
Ella Rumpf in "Tiger Girl" und "Western" von Valeska Grisebach „Die guten Feinde. Mein Vater, die Rote Kapelle und ich" von Christian Weisenborn.


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