HessenFilm und Medien GmbH

Die Geschichte der Filmförderung in Hessen

Im Jahr 1982 schließen sich hessische Filmschaffende und Kinobetreiber zum Film- und Kinobüro Hessen e. V. zusammen. Das Hauptziel: Die Grundlagen für eine Filmförderung in Hessen schaffen. Die Hessische Filmförderung wird 1985 offiziell gegründet und fördert von Anfang an den kulturellen, kritischen und auch kontroversen Film. Im Jahr 1997 kommt die hr-Filmförderung zur Hessischen Filmförderung dazu.

Besonders im Bereich des Dokumentarfilms punktet die Hessische Filmförderung immer wieder national und international bei Filmfestivals und Preisverleihungen. So gewann "Black Box BRD" (2001) von Andres Veiel u.a. den Europäischen Filmpreis und den Deutschen Filmpreis. "Full Metal Village" (2006) von Sun-Hyung Cho wird zum Kultfilm über das weltweit größte Heavy-Metal-Festival und erhält als erster Dokumentarfilm überhaupt den Max Ophüls Preis.

Dass Dokumentarfilme auch im Kino erfolgreich sein können, bewies "Vergiss Mein Nicht" (2013) von David Sieveking. Über 100.000 Kinozuschauer sehen den außergewöhnlich lebensbejahenden und mehrfach preisgekrönten Film über die Alzheimererkrankung der Mutter des Filmemachers. Aber auch Spielfilme wie "Schlafkrankheit" (2011) von Ulrich Köhler, der den Silbernen Bären für die beste Regie auf der Berlinale gewinnt, zeigen wie wichtig die kulturelle Förderung des Films ist.

Darüber hinaus werden auch Filmfestivals in Hessen unterstützt: Das Filmfestival Nippon Connection für japanischen Film, LUCAS - Internationales Kinderfilmfestival, das LICHTER Filmfest Frankfurt International, das Kasseler Dokfest und viele andere zeigen wie lebhaft die Festivalszene in Hessen ist.

Mit HessenInvestFilm geht im Jahr 2001 ein wirtschaftliches Programm für Filmförderung an den Start und es können nun auch kommerziellere Projekte gefördert werden. "What a man" (2011) und "Schlussmacher" (2013) von und mit Matthias Schweighöfer werden Publikumserfolge und finden in Hessen, auch mit der Unterstützung der Film Commission Hessen, die ebenfalls 2001 als Service-Einrichtung der Hessischen Filmförderung gegründet wurde, ausgezeichnete Drehmotive.

Doch schon bald gab es ein neues Ziel - die Vereinfachung des Filmfördersystems in Hessen. Am 1. Januar 2016 war es dann soweit: Alle Aufgaben der bisherigen Förderinstitutionen wurden in der neuen Filmförderung HessenFilm und Medien gebündelt.