HessenFilm und Medien GmbH

Young Talents in Hessen: Christoph O. Strunck

Christoph O. Strunck am Set von "The Third King".©2017 Esperanto Entertainment/Amos Zielinski

Christoph Oliver Strunck, geboren 1979 in Bad Nauheim, ist beinahe schon ein alter Hase in der Filmbranche. Bereits in seiner Jugend drehte er Kurzfilme. So wundert es einen nicht, dass er nach seinem Abitur und ersten professionellen Erfahrungen bei bekannten Produktionsfirmen an der Hochschule für Fernsehen und Film in München aufgenommen wurde. Während seines Studiums der Produktion und Medienwirtschaft feierte er mit rund einem Dutzend Kurzfilme internationale Festivalerfolge. Der Produzentenpreis, der Starter Filmpreis sowie der Deutsche Kurzfilmpreis in Gold sind nur eine Auswahl der gewonnenen Preise seiner Projekte.

Als Associate Producer wirkte er bei internationalen Kinofilmen wie "Der Rote Baron" mit Matthias Schweighöfer ("What A Man"), Til Schweiger ("Conni & Co.") und Joseph Fiennes mit oder war an der Entwicklung und Finanzierung des Kurzfilms "Das Rauschen des Meeres" beteiligt, der für die Oscar-Short-List nominiert war.

Nach seiner ersten Firmengründung der Toccata Film im Alter von nur 23 Jahren mit Studienkollegen in München, kehrte er nach fast 10 Jahren Wanderschaft mit seiner neuen Firma Esperanto Entertainment wieder in seine hessische Heimat zurück. Als Auftaktprojekt konnte er mit dem Familiendrama "Tage die bleiben" mit Max Riemelt ("13 Semester") internationale Festivalerfolge feiern. Mit dem hessengeförderten Kinodokumentarfilm "Meine innere Stimme" debütierte er 2013 als Autor und Regisseur.

Christoph Oliver Strunck engagiert sich aktiv in der hessischen Filmszene: Er ist Leiter des Film- und Kinobüros Hessen, Mitglied der Initiative Hessen Film, im Filmhaus Frankfurt und in der Vereinigung der hessischen Filmwirtschaft sowie Mitbegründer des Netzwerkes Junge Generation Hessischer Film.

Aktuell entwickelt er als Autor und Regisseur zwei Spielfilme mit Neopol Film: die heimatverbundene Tragikomödie "Son of Elvis" und den internationalen Psychothriller "Varnish". Sein Kurzfilm "The Third King" wurde bereits in dieser Konstellation realisiert. Anlässlich der Vorpremiere von "The Third King" am Samstag, den 20. Januar, um 16.00 Uhr im Cinema Frankfurt, haben wir ihm drei Fragen gestellt.

1. Warum lohnt es sich als junger Filmemacher in Hessen zu bleiben/arbeiten?
Ich liebe meine hessische Heimat und von hier aus Filme zu machen. Erfreulich sind die kurzen Wege des Netzwerkes aus Filmschaffenden, Festivals und Kinos. Jeder Filmliebhaber, der Hessen seine Heimat nennen kann oder nennen will, ist herzlich willkommen.

2. Was wünschst du dir für die hessische Filmbranche?
Der hessische Filmstandort hat viel Potenzial für die kommenden Jahre. Die Infrastruktur an Filmschaffenden, Festivals und Kinos, insbesondere einer jungen Generation, kann wachsen, ohne dass wir Gefahr laufen, uns im Weg zu stehen.

Dazu sollten auf strategischer, politischer und förderpraktischer Ebene mit einer mutigen Fördervergabe weiter die Weichen gestellt werden. Dabei geht es weniger ums Mithalten als vielmehr ums Querdenken, um die hessische Filmkultur nachhaltig zu bereichern.

3. Was sind deine nächsten Projekte?
Aktuell entwickle ich als Autor und Regisseur zwei Spielfilmprojekte: Die heimatverbundene Tragikomödie "Son of Elvis" und der international angelegte, schwarzhumorige Psychothriller "Varnish". Beide sind von HessenFilm und Medien in der Entwicklung bereits mit einer kleinen Initialförderung bedacht worden. Eines davon ist ein Projekt der neu geschaffenen Talent-Paketförderung meiner Produktionspartner Neopol Film.